Aggressive Videos vor 1. Mai: Linke Demonstrationen in Berlin mit martialischen Aufrufen
Kurz vor den Demonstrationen am 1. Mai in Berlin werden die Töne aus der linksradikalen Szene zunehmend aggressiver. In einem Rap-Video mit dem Titel „Jeden Tag 1. Mai Eskalation“ wird zur Teilnahme an der sogenannten „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ aufgerufen. Die Bilder zeigen brennende Barrikaden, vermummte Demonstranten und Polizisten in voller Schutzausrüstung.
Martialische Aufrufe und provokative Inhalte
Ein zweites Video auf der Internetseite der Veranstaltung präsentiert palästinensische Flaggen, den schwarzen Block der Linksautonomen und Wasserwerfer der Polizei. Ein anarchistischer Block kommentiert dort: „Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe, um wütend zu sein, gibt es mehr als genug.“ Die Organisatoren rechnen mit „Zehntausenden“ Teilnehmern bei der jährlich größten Zusammenkunft der radikalen Linken am Abend des 1. Mai in den Bezirken Kreuzberg und Neukölln.
Vielseitiges Demonstrationsprogramm mit feministischem Schwerpunkt
Bereits am Vorabend, dem 30. April, zieht eine „queere-feministische“ Frauen-Demonstration unter dem Motto „Take back the night“ durch Kreuzberg. In der Ankündigung heißt es: „Es ist an der Zeit, unsere Wut zu nutzen und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenfeindliche Belästigungen auf unseren Straßen sowie gegen die patriarchale Gesellschaft, die diese schürt, zu wehren.“
Weitere linke Demonstrationen am Tag des 1. Mai
Tagsüber am 1. Mai sind weitere große linke Demonstrationen geplant:
- Im Görlitzer Park als Raveparty gegen die nächtliche Schließung des Parks.
- Im Villenstadtteil Grunewald gegen Kapitalismus.
- Im Treptower Park für den Erhalt der Technoclubs.
Warnung vor rechtsextremen Gegenveranstaltungen
Auf der Internetseite zum 1. Mai wird vor einer möglicherweise geplanten Demonstration von Rechtsextremisten in Neukölln gewarnt. Neonazi-Gruppen würden eine solche Veranstaltung aus taktischen Gründen erst sehr kurzfristig anmelden, um organisatorischen Widerstand zu erschweren.
Die aggressive Rhetorik und martialischen Darstellungen in den Videos sorgen für erhöhte Aufmerksamkeit und Spannungen im Vorfeld der traditionellen Mai-Demonstrationen in der Hauptstadt.



