Brandenburg verzeichnet Rekordinvestitionen trotz wirtschaftlicher Herausforderungen
Brandenburg: Rekordinvestitionen trotz Wirtschaftskrise

Brandenburg feiert Rekordjahr bei Unternehmensinvestitionen

Die Wirtschaftsförderung Brandenburgs (WFBB) hat für das Jahr 2025 ein historisches Ergebnis verkündet: Mit fast 3,2 Milliarden Euro erreichten die Unternehmensinvestitionen einen neuen Höchststand. Dieser bemerkenswerte Anstieg geht vor allem auf zahlreiche Neuansiedlungen im IT-Sektor und der Automobilbranche zurück und übertrifft die Investitionssumme des Vorjahres deutlich.

Ministerin Klement bleibt trotz globaler Turbulenzen zuversichtlich

Die neue Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) betonte in Potsdam, dass die Brandenburger Wirtschaft trotz weltpolitischer Herausforderungen und einer insgesamt gedämpften Stimmung in der deutschen Wirtschaft solide dastehe. „Wir dürfen da nicht schwarzmalen“, erklärte sie und verwies auf die Notwendigkeit bezahlbarer Energiepreise und weiterer Erleichterungen für Unternehmen. Besonderes Potenzial sieht sie künftig im Bereich der Rüstungsindustrie, die derzeit einen Boom erlebt.

Details zu den Rekordinvestitionen und neuen Arbeitsplätzen

Laut der Jahresbilanz der WFBB sorgten 310 Unternehmensprojekte für die Rekordinvestitionen, was im Vergleich zu 178 Projekten im Jahr 2024 einen deutlichen Zuwachs darstellt. Durch diese Investitionen entstehen 3.059 neue Arbeitsplätze, 443 mehr als im Vorjahr. Geschäftsführer Steffen Kammradt hob hervor, dass die Pipeline für neue Projekte weiter gewachsen sei.

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Großprojekte treiben den Investitionsschub an

Ein wesentlicher Faktor für den Rekord ist das Mega-Rechenzentrum der Schwarz-Gruppe in Lübbenau im Spreewald, das allein mit rund 1,8 Milliarden Euro für den ersten Bauabschnitt zu Buche schlägt. Die Digitalsparte der Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland plant insgesamt Investitionen von etwa elf Milliarden Euro. Weitere bedeutende Neuansiedlungen umfassen Brabus Automotive in Ludwigsfelde, das sich auf Caravan-Ausbau spezialisiert, und die OutNature GmbH in Schwedt, die aus Agrarerzeugnissen wie Stroh Papierfasern herstellt.

Fokus auf Rüstungsindustrie und Gewerbeflächen

Die rot-schwarze Landesregierung hat vereinbart, die Ansiedlung von Unternehmen der Verteidigungsindustrie aktiv zu begleiten. Projekte wie Diehl Defence im Spreewerk Lübben, das Bauteile für militärische Explosivstoffe produziert, und der Ausbau des Luftwaffenstützpunkts Schönewalde/Holzdorf unterstreichen diese Strategie. Kammradt betonte, dass „Goldstaub Nummer eins“ zusätzliche Gewerbeflächen seien, um die Erfolgsgeschichte fortzusetzen.

Herausforderungen und Proteste aus der Bevölkerung

Trotz der positiven Entwicklung gibt es auch Widerstand aus der Bevölkerung, beispielsweise gegen einen Industriestandort bei Fürstenwalde/Spree. Ministerin Klement räumte ein, dass Veränderungen in Kauf genommen und Überzeugungsarbeit geleistet werden müsse. Die allgemeine Wirtschaftsstimmung in Deutschland hat sich im März aufgrund des Iran-Kriegs und steigender Öl- und Gaspreise verschlechtert, was Sorgen über Inflation und einen gedämpften Aufschwung schürt.

Insgesamt zeigt Brandenburg mit diesem Rekordjahr, dass es trotz globaler Unsicherheiten ein attraktiver Standort für Unternehmen bleibt, wobei die Wirtschaftsförderung weiterhin Investoren, ansässige Firmen und Start-ups unterstützt, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzutreiben.

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