Bundespolizei trainiert präzise Löschflüge für Waldbrandsaison
Die Hubschrauberstaffel der Bundespolizei hat in Ahrensfelde-Blumberg nordöstlich von Berlin eine umfangreiche Löschübung absolviert. Dabei nahmen die Besatzungen Wasser aus einem großen Tank auf und warfen es gezielt über simulierten Brandflächen ab. Der spezielle Außenbehälter, bekannt als Bambi Bucket, fasst dabei bis zu 2000 Liter Wasser und ermöglicht so effektive Einsätze bei Vegetationsbränden.
Einsatzbereitschaft rund um die Uhr
Einsatzpilot Jörg Niewar von der Bundespolizei-Fliegerstaffel Blumberg unterstrich die permanente Verfügbarkeit: „Wir sind einsatzbereit und jederzeit abrufbar.“ Die Hubschrauber kommen insbesondere bei großen Waldbränden zum Einsatz, vor allem in munitionsbelasteten Gebieten, wo bodengebundene Feuerwehrkräfte nicht sicher operieren können.
Herausfordernde Bedingungen bei Sommerhitze
Die regelmäßigen Trainings sollen sicherstellen, dass die Besatzungen im Ernstfall die Feuerwehr optimal unterstützen können. Die Piloten müssen die Wasseraufnahme präzise steuern und unkontrollierte Bewegungen des Behälters vermeiden. Besonders anspruchsvoll sind die Einsätze im Sommer bei hohen Temperaturen. „Bei Hitze wird die Luft dünner. Wir brauchen viel mehr Auftrieb“, erklärt Pilot Niewar die physikalischen Herausforderungen.
Einsatzbilanz aus dem Vorjahr
Letzten Sommer waren die Bundespolizei-Hubschrauber bereits mehrfach in Ostdeutschland im Einsatz: in Treuenbrietzen und Jüterbog in Brandenburg, auf den Saalfelder Höhen in Thüringen sowie in der Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg. Allein im Juli des vergangenen Jahres warfen die Polizeihubschrauber laut offiziellen Angaben mehr als 1,1 Millionen Liter Wasser über Brandherden ab.
Vielseitige Einsatzmöglichkeiten der Luftfahrzeuge
Die Hubschrauber der Bundespolizei erfüllen neben Löschaufgaben zahlreiche weitere Funktionen. Sie transportieren nicht nur Polizeikräfte, sondern bringen auch Lasten an ihren Bestimmungsort und retten Menschen aus Gefahrensituationen. Eine Flugstunde kostet nach Angaben der Bundespolizei zwischen 4000 und 5000 Euro, was die Bedeutung effizienter und zielgerichteter Einsätze unterstreicht.
Die regelmäßigen Übungen in Brandenburg dienen dazu, die Besatzungen auf die kommende Waldbrandsaison vorzubereiten und die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren zu optimieren. Durch das präzise Training können die Hubschrauber im Ernstfall schnell und effektiv unterstützen, wenn Vegetationsbrände in schwer zugänglichen oder gefährlichen Gebieten ausbrechen.



