Grünen-Bürgermeisterin Clara Herrmann tritt nicht mehr zur Wahl an
Clara Herrmann kandidiert nicht mehr als Bezirksbürgermeisterin

Grünen-Bürgermeisterin Clara Herrmann tritt nicht mehr zur Wahl an

Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann von den Grünen, hat überraschend bekannt gegeben, dass sie bei der kommenden Wahl im September nicht erneut für ihr Amt kandidieren wird. Diese Entscheidung teilte sie in einem Schreiben an Parteimitglieder mit, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Persönliche Gründe für den Rückzug

In ihrer Mitteilung erklärte Herrmann, dass ihr die Entscheidung nicht leichtgefallen sei, obwohl sie sich schon länger mit diesem Gedanken beschäftigt habe. „Seit fast 25 Jahren engagiere ich mich in unserem Kreisverband“, schrieb die Politikerin. Sie war von 2006 bis 2016 für die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus tätig und trägt seit fast einem Jahrzehnt Verantwortung im Bezirksamt.

Persönlich habe ich in dieser Zeit zwei Kinder bekommen und bin nun mit 40 Jahren an einem Zeitpunkt in meinem Leben, an dem ich mich neuen Herausforderungen zuwenden möchte, fügte Herrmann hinzu. Sie äußerte sich nicht im Detail zu ihren genauen Motiven, betonte aber den Wunsch nach einer beruflichen Neuorientierung.

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Reaktionen der Grünen-Fraktion

Die Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg reagierte mit Bedauern auf die Ankündigung. In einer Stellungnahme hieß es, man nehme Herrmanns Entscheidung mit großem Respekt zur Kenntnis. „Herrmann habe den Bezirk über viele Jahre hinweg geprägt – seit 2021 als Bezirksbürgermeisterin“, erklärte die Fraktion.

Weiter wurde betont, dass sie in ihrer Amtszeit sichtbare Impulse für einen sozialen, vielfältigen und klimafreundlichen Bezirk gesetzt habe. Die Fraktion würdigte ihr Engagement und ihre Verdienste für die lokale Politik in Berlin.

Hintergrund und politische Laufbahn

Clara Herrmann steht seit dem Jahr 2021 an der Spitze der Bezirksverwaltung von Friedrichshain-Kreuzberg. Zuvor hatte sie bereits eine lange politische Karriere bei den Grünen durchlaufen. Ihr Rückzug aus der aktiven Kommunalpolitik markiert einen bedeutenden Einschnitt für die Partei in dem Berliner Bezirk.

Die Nachricht über ihre Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, war zuvor bereits von mehreren Berliner Medien berichtet worden. Die Wahl im September wird nun ohne die bisherige Amtsinhaberin stattfinden, was die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin für die Grünen dringlich macht.

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