Machbarkeitsstudie: Comeback stillgelegter Bahnstrecke in Brandenburg möglich
Comeback stillgelegter Bahnstrecke in Brandenburg möglich

Machbarkeitsstudie: Comeback stillgelegter Bahnstrecke in Brandenburg möglich

Für die Bahnstrecke zwischen Neustadt (Dosse) und Neuruppin West im Nordwesten Brandenburgs liegt nun eine positive Machbarkeitsstudie vor. Diese bewertet die Wiederaufnahme des Personenverkehrs als eine realistische Chance. Nach der bereits erfolgten Kosten-Nutzen-Analyse für andere Bahnstrecken in der Region markiert dies einen weiteren Schritt zur Stärkung des ländlichen Schienenverkehrs.

Historische Bahnlinie könnte neues Leben erhalten

Die 1897 als Teil der Ruppiner Kreisbahnen erbaute Strecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West ist seit dem Jahr 2006 ohne Personenverkehr. Allerdings wird sie von der in Putlitz ansässigen RegioInfra weiterhin im Güterverkehr betrieben, was die Infrastruktur grundsätzlich erhalten hat. Das Gutachten untersuchte verschiedene Varianten für eine Wiederbelebung:

  • Züge, die aus Richtung Kremmen über Neuruppin West nach Neustadt (Dosse) geführt werden
  • Eine Pendelverbindung zwischen Neuruppin West und Neustadt (Dosse)
  • Die Verlängerung einer in Neuruppin West endenden Linie bis zum ehemaligen Bahnhof Wildberg

Der Gutachter empfiehlt die Weiterbetrachtung der Pendelverbindung zwischen Neuruppin West und Neustadt (Dosse) als vielversprechendste Option. Nun soll in einer anschließenden Nutzen-Kosten-Untersuchung die Förderwürdigkeit geprüft werden, um die Finanzierung sicherzustellen.

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Verkehrsminister äußert sich verhalten positiv

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) kommentierte die Studie am Montag mit vorsichtigem Optimismus. „Die Machbarkeitsstudie zeigt: Reaktivierungen im ländlichen Raum können ein wichtiger Baustein für bessere Mobilität und mehr Klimaschutz sein, sie sind aber kein Selbstläufer“, sagte der Minister. Er betonte, dass jede Strecke sorgfältig geprüft werde, damit jeder investierte Euro im Schienenverkehr möglichst vielen Menschen nütze. „Für die positiv bewerteten Strecken bleibt dann die Herausforderung, auch die Umsetzung finanziell abzusichern.“

Diese Aussage unterstreicht die politische Bedeutung des Projekts, das nicht nur die Mobilität im ländlichen Raum verbessern, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten könnte. Die Studie reiht sich ein in eine Reihe von Initiativen zur Stärkung des regionalen Bahnverkehrs in Brandenburg, die angesichts des demografischen Wandels und der Verkehrswende an Dringlichkeit gewinnen.

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