Brandenburgs Minister kritisiert Bahn: Bus-Ersatzverkehr bleibt bis Juni „Zumutung“
Minister: Bahn-Busersatz bis Juni „Zumutung“

Bahnstrecke Berlin-Hamburg: Minister fordert besseren Ersatzverkehr bis Juni

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (parteilos) hat die Deutsche Bahn für die anhaltenden Probleme beim Bus-Ersatzverkehr auf der Strecke Berlin-Hamburg scharf kritisiert. Die vollständige Wiedereröffnung der Strecke ist erst für den 14. Juni 2026 geplant, was für viele Pendler eine erhebliche Belastung darstellt.

Verzögerung bis Juni: „Große Enttäuschung“ für Pendler

Die Deutsche Bahn gab bekannt, dass die Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg am 14. Juni 2026 wieder vollständig in Betrieb gehen soll. Allerdings wird auf einem nördlichen Abschnitt von Hamburg bis Hagenow Land in Mecklenburg-Vorpommern bereits ab dem 15. Mai 2026 der Zugverkehr wiederaufgenommen. Minister Tabbert bezeichnete diese Perspektive als „große Enttäuschung“ für die Menschen in Brandenburg.

„Unsere Pendlerinnen und Pendler leiden weiter bis zur vollständigen Wiedereröffnung am 14. Juni im Ersatzverkehr, obwohl sie seit Monaten besonders stark von der Sperrung der Achse Hamburg–Berlin betroffen sind“, erklärte Tabbert. Die lange Dauer der Sanierungsarbeiten stellt für viele Berufspendler eine erhebliche Herausforderung im Alltag dar.

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Bus-Ersatzverkehr: „Reinste Zumutung“ mit mangelhafter Qualität

Der Verkehrsminister übte deutliche Kritik an der Qualität des aktuellen Bus-Ersatzverkehrs. „Der Ersatzverkehr sei die ‚reinste Zumutung‘“, so Tabbert. Er verwies auf zahlreiche Berichte über veraltete und wenig komfortable Busse, häufige Ausfälle und unzureichende Fahrgastinformation.

„Diese Mängel zeigen klar: Die Qualität entspricht nicht dem, was die Menschen zu Recht erwarten dürfen“, betonte der Minister. Die Deutsche Bahn und ihre Auftragnehmer seien in der Verantwortung, die zugesagten Standards „endlich verlässlich“ einzuhalten. Zudem forderte Tabbert, dass die Bundesländer nicht auf zusätzlichen Kosten sitzen bleiben dürfen, die durch den mangelhaften Ersatzverkehr entstehen.

Forderungen an die Deutsche Bahn: Verbesserungen dringend notwendig

Tabbert drängt darauf, dass der Ersatzverkehr mit Bussen umgehend verbessert werden muss. Die Pendler zwischen Berlin und Hamburg hätten bereits seit Monaten unter der Streckensperrung zu leiden und verdienten einen zuverlässigen und komfortablen Ersatzservice. Die Kritik des Ministers unterstreicht die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit den aktuellen Verkehrsbedingungen.

Bis zur vollständigen Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke im Juni müssen die Reisenden weiterhin auf Busse ausweichen. Die Deutsche Bahn steht nun in der Pflicht, die angekündigten Verbesserungen schnellstmöglich umzusetzen, um die Situation für die betroffenen Pendler zu entschärfen.

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