Mpox-Ausbruch in Berlin: Infektionszahlen steigen deutlich - Neue Variante gewinnt an Bedeutung
Mpox-Ausbruch in Berlin: Infektionszahlen steigen deutlich

Mpox-Ausbruch in Berlin: Deutlicher Anstieg der Infektionszahlen

Die Hauptstadt Berlin verzeichnet einen besorgniserregenden Anstieg der Mpox-Infektionen. Die Zahlen für das laufende Jahr übersteigen deutlich die Werte der Vorjahre und zeigen eine beschleunigte Ausbreitung des Virus in der Metropole.

Alarmierende Fallzahlen im Vergleich zu früheren Jahren

Seit Beginn des Jahres 2026 wurden dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) bis zum 5. April bereits 71 bestätigte Mpox-Fälle gemeldet. Diese Zahl markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vergleichszeiträumen der Vorjahre. Im Jahr 2025 waren es im gleichen Zeitraum lediglich 61 Fälle, während 2024 nur 14 und 2023 sogar nur 10 Infektionen registriert wurden. Die Entwicklung zeigt eine kontinuierliche Zunahme der Infektionszahlen in der deutschen Hauptstadt.

Übertragungswege und betroffene Bevölkerungsgruppen

Mpox, eine seltene Viruserkrankung, wird primär durch engen Körperkontakt übertragen, wobei sexuelle Kontakte als Hauptübertragungsweg identifiziert wurden. Nach Angaben des Lageso sind in Berlin weiterhin überwiegend Männer von der Infektion betroffen. Die meisten Infektionen erfolgten dabei innerhalb der Stadtgrenzen. Das Gesundheitsamt betont: „Aufenthalte außerhalb Berlins im potenziellen Ansteckungszeitraum liegen nur für vier betroffene Personen vor.“ Dies unterstreicht die lokale Verbreitung des Virus.

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Symptome und Ansteckungsrisiken

Das Mpox-Virus löst charakteristische Symptome aus, darunter vor allem Hautausschlag, begleitet von Fieber und Muskelschmerzen. Die größte Ansteckungsgefahr besteht bei direktem Kontakt mit den typischen Hautveränderungen infizierter Personen, wie Bläschen oder Schorf. Auch eine Tröpfcheninfektion über Speichel ist möglich. Seit dem ersten Nachweis in Deutschland im Mai 2022 wurden laut Robert Koch-Institut (RKI) bislang keine Todesfälle im Zusammenhang mit Mpox registriert.

Impfempfehlungen und Risikobewertung

In Deutschland steht eine wirksame Impfung gegen Mpox zur Verfügung. Diese wird insbesondere bestimmten Risikogruppen empfohlen:

  • Männern, die Sex mit Männern haben und häufig ihre Sexualpartner wechseln
  • Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt das Infektionsrisiko für Männer, die Sex mit Männern haben und häufig ihre Partner wechseln, als moderat ein. Für andere Bevölkerungsgruppen wird das Risiko hingegen als gering eingestuft.

Neue Virusvariante gewinnt an Bedeutung

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der zunehmenden Verbreitung einer neuen Virusvariante. Bei mehr als der Hälfte (63 Prozent) der Berliner Mpox-Fälle wurde in diesem Jahr die Variante Klade Ib nachgewiesen. Der erste Fall dieser Variante in Berlin wurde erst im Dezember 2025 festgestellt. Die Klade Ib-Variante zirkuliert seit 2024, ursprünglich vor allem in Zentralafrika, und gewinnt nun auch in Europa an Bedeutung.

Die Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter Aufklärungsarbeit, präventiver Maßnahmen und die Bedeutung der verfügbaren Impfangebote, um die weitere Ausbreitung des Mpox-Virus in der Hauptstadtregion einzudämmen.

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