Potsdam Museum ruft zur Foto-Spende auf: Alltagsbilder aus den 1990ern gesucht
Potsdam Museum sucht Alltagsfotos aus den 1990ern

Potsdam Museum sucht private Alltagsbilder aus den 1990er Jahren

Das Potsdam Museum bereitet eine besondere Ausstellung vor, die den Alltag in Potsdam während der frühen 1990er Jahre beleuchten soll. Um diese Schau möglichst authentisch und lebendig zu gestalten, wendet sich das Museum nun mit einem öffentlichen Aufruf an die Stadtbevölkerung. Gesucht werden private Fotografien, die das tägliche Leben in dieser prägenden Nachwendezeit dokumentieren.

Einblicke in den Potsdamer Alltag der Nachwendezeit

„Der Fotoaufruf ist ein zentraler Bestandteil unserer Vorbereitungen für die Ausstellung, die ab Ende dieses Jahres im Potsdam Museum zu sehen sein wird“, erklärt eine Museumssprecherin. Das Museum interessiert sich ausdrücklich für Bilder, die das städtische Leben in all seinen Facetten zeigen – sei es auf Straßen und in Hinterhöfen, in den eigenen vier Wänden oder am Arbeitsplatz, beim sonntäglichen Spaziergang oder auf privaten Feiern.

„Alle Motive, die persönliche Einblicke in diese bewegte Zeit gewähren, sind bei uns herzlich willkommen“, betont die Sprecherin. Es gehe darum, zu verdeutlichen, dass Geschichte von Menschen gemacht wird. Das übergeordnete Ziel der Initiative sei es, eine vielschichtige Bilderwelt der 1990er Jahre entstehen zu lassen, die über offizielle Dokumente hinausgeht.

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Persönliche Erinnerungen für die Öffentlichkeit bewahren

Judith Granzow, Leiterin der Sammlung Fotografie im Potsdam Museum, appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Wir bitten die Menschen unserer Stadt, in ihren Fotoalben, Schubladen und digitalen Archiven zu stöbern und ihre ganz persönlichen Erinnerungen mit dem Museum und damit mit der Öffentlichkeit zu teilen.“ Oft seien es gerade die scheinbar nebensächlichen, zufälligen Details oder intimen, privaten Situationen, die ein besonders lebendiges und emotionales Bild der Vergangenheit vermitteln könnten.

Die geplante Ausstellung soll nicht nur historische Fakten präsentieren, sondern auch die Atmosphäre und die Gefühlswelt der Menschen in Potsdam während der Transformationsjahre nach der Wende einfangen. Durch die Einbindung privater Fotografien erhofft sich das Museum einen direkten und unverfälschten Zugang zu dieser Epoche.

Interessierte, die ihre Bilder beisteuern möchten, haben bis Ende Juni Zeit, ihre Einsendungen beim Potsdam Museum einzureichen. Die ausgewählten Fotografien werden dann Teil der Ausstellung, die voraussichtlich im Spätjahr eröffnet wird und einen einzigartigen Blick auf das Potsdam der 1990er Jahre werfen soll.

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