SPD-Kandidat Krach attackiert Bürgermeister Wegner: „Das Problem sitzt im Roten Rathaus“
SPD-Kandidat: „Problem sitzt im Roten Rathaus“

SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach startet Offensive im Berliner Wahlkampf

In Berlin hat die heiße Phase des Wahlkampfs für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September begonnen. Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach stellte im Musikclub Lido in Berlin-Kreuzberg die Wahlkampagne seiner Partei vor und ging dabei frontal auf den amtierenden Regierenden Bürgermeister Kai Wegner von der CDU los. „Das Problem sitzt im Roten Rathaus“, erklärte Krach und machte damit deutlich, dass er den CDU-Politiker als seinen Hauptgegner betrachtet.

Massive Haustürkampagne als Strategie

Die Berliner SPD setzt in den kommenden Monaten voll auf den direkten Kontakt zu den Wählern. Bis zum Wahltag wollen die Sozialdemokraten an 500.000 Berliner Haustüren klingeln, um persönlich um Stimmen zu werben. Krach betonte: „Ich werde dafür kämpfen, dass wir als stärkste Kraft ins Ziel kommen. Jetzt beginnt die richtig heiße Phase des Wahlkampfs.“ Der zentrale Slogan der Landes-SPD lautet dabei „Wieder Berlin“, was ein Gefühl des Aufbruchs und der Erneuerung vermitteln soll.

Frontale Attacke auf CDU-Bürgermeister Wegner

Krach reagierte scharf auf Äußerungen von Kai Wegner, der kürzlich erklärt hatte, sein Hauptkonkurrent sei nicht die SPD, sondern die Linke. Der SPD-Spitzenkandidat konterte: „Mein Hauptgegner ist der, der im Roten Rathaus sitzt. Es gibt die Alternative zu Kai Wegner, das bin ich.“ Sein erklärtes Ziel ist es, die CDU bei der Wahl zu schlagen und selbst das Amt des Regierenden Bürgermeisters zu übernehmen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kritik an Wegners Politik und Koalitionsaussagen

Besonders kritisch äußerte sich Krach zu Wegners kategorischem Ausschluss einer Koalition mit der Linken. „Es ist nicht schlau, Linke und AfD gleichzusetzen“, monierte der Sozialdemokrat. Während er eine Koalition mit der AfD ausschloss, ließ Krach offen, ob er im Falle eines entsprechenden Wahlergebnisses lieber mit Grünen und Linken oder mit der CDU regieren würde. „Alles andere sehen wir nach der Wahl“, erklärte er diplomatisch.

Vorwürfe des Wankelmuts und schlechten Krisenmanagements

Krach warf dem Regierenden Bürgermeister konkretes politisches Versagen vor. Er kritisierte Wegners Wankelmut bei der Bewerbung für die Weltausstellung Expo 2035 und sein schlechtes Krisenmanagement während des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten Anfang Januar. „Berlin brauche ein Gefühl des Aufbruchs – und Mut zu klaren Entscheidungen. Die gebe es bei Wegner nicht“, so das vernichtende Urteil des SPD-Politikers.

Ausgangslage vor der Wahl

Bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September wird ein neues Landesparlament gewählt. Aktuelle Umfragen zeigen ein enges Rennen:

  • CDU liegt mit etwa 22 Prozent vorn
  • Linke, SPD, AfD und Grüne folgen mit Werten zwischen 15 und 17 Prozent
  • Alle fünf im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien liegen damit eng beieinander
Die SPD unter Steffen Krach will mit ihrer massiven Haustürkampagne und der direkten Konfrontation mit der CDU in dieser engen Situation die entscheidenden Stimmen gewinnen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration