Schwelbrand an U-Bahn-Waggon legt Berliner U7 für Stunden lahm
Ein gefährlicher Schwelbrand an einem U-Bahnwaggon hat am Donnerstagmorgen den Betrieb der Berliner U-Bahnlinie U7 für etwa drei Stunden komplett zum Erliegen gebracht. Der Vorfall ereignete sich im Bahnhof Britz-Süd im Bezirk Neukölln, wo ein Elektronikbauteil an der Außenseite eines Zuges in Brand geriet und starken Qualm entwickelte.
Feuerwehr im Großeinsatz - Bahnhöfe evakuiert
Die Berliner Feuerwehr rückte mit mehreren Einheiten zum Brandort aus, nachdem der Schwelbrand gemeldet worden war. Obwohl das Feuer selbst schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, gestaltete sich die anschließende Entrauchung der betroffenen Bereiche als zeitaufwändige Operation. Die Einsatzkräfte waren mehrere Stunden damit beschäftigt, die Rauchentwicklung zu beseitigen und die Sicherheit wiederherzustellen.
Bereits vor Eintreffen der Feuerwehr hatte die Bahn den Bahnhof Britz-Süd vorsorglich evakuiert. Glücklicherweise gab es unter den Fahrgästen keine Verletzten, wie die Behörden mitteilten. Allerdings musste der U-Bahnfahrer des betroffenen Zuges mit dem Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Berliner Krankenhaus gebracht werden, wo er medizinisch versorgt wurde.
Kettenreaktion durch Rauchausbreitung in Tunneln
Die Rauchentwicklung hatte weitreichende Folgen für den U-Bahn-Betrieb. Da der Qualm durch die unterirdischen Tunnel zog, mussten auch die benachbarten Stationen Johannisthaler Chaussee und Parchimer Allee vorsorglich geräumt werden. Die Polizei übernahm diese Evakuierungsmaßnahmen, um mögliche Gesundheitsgefährdungen für Fahrgäste und Personal auszuschließen.
Während diese beiden Bahnhöfe nach Überprüfung durch die Einsatzkräfte wieder für den Publikumsverkehr freigegeben werden konnten, bleibt die Station Britz-Süd vorerst weiterhin gesperrt. Die U7 fährt derzeit an diesem Bahnhof ohne Halt durch, was zu erheblichen Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr führt.
Folgen für den Berliner Nahverkehr
Die dreistündige Sperrung der gesamten U7-Linie hat erhebliche Auswirkungen auf den Berliner Nahverkehr. Die U-Bahnlinie verbindet wichtige Stadtteile wie Spandau, Neukölln und Rudow und gehört zu den am stärksten frequentierten Linien im Berliner U-Bahn-Netz.
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) arbeiten daran, den regulären Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen. Technische Untersuchungen zur Ursache des Schwelbrandes am Elektronikbauteil sind bereits eingeleitet worden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Der betroffene U-Bahnwaggon wurde zur genaueren Untersuchung abgeschleppt.



