Entwarnung im Zoo Berlin nach Newcastle-Krankheitsverdacht
Der Zoo Berlin kann nach einer besorgniserregenden Entdeckung nun teilweise Entwarnung geben. Bei allen weiteren Tests auf die hochansteckende Newcastle-Krankheit wurden keine positiven Befunde festgestellt. Dies teilte die Zooverwaltung nach umfangreichen Untersuchungen mit.
Umfassende Tests bringen negative Ergebnisse
Insgesamt wurden 165 Vögel verschiedener Arten im Zoo auf das Virus getestet, nachdem Mitte März bei einem verstorbenen Wallichfasan die Newcastle-Krankheit diagnostiziert worden war. Sämtliche dieser Nachuntersuchungen verliefen negativ, was auf eine begrenzte Ausbreitung hindeutet.
Trotz dieser erfreulichen Nachricht bleiben bestimmte Vorsichtsmaßnahmen bestehen:
- Die Fasanerie und das Vogelhaus sind für Besucher weiterhin geschlossen
- Für das Personal wurde eine spezielle Hygieneschleuse eingerichtet
- Der übrige Zoobetrieb läuft normal weiter
Hintergrund der Newcastle-Krankheit
Die Newcastle-Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei Vögeln auftritt. Für Menschen stellt sie in der Regel keine Gefahr dar, kann in seltenen Fällen bei engem Kontakt mit infizierten Tieren jedoch eine Bindehautentzündung verursachen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut weist darauf hin, dass sich das Virus auf verschiedenen Wegen verbreiten kann:
- Über die Luft durch Tröpfcheninfektion
- Durch kontaminierte Materialien und Gegenstände
- Über Anhaftungen an Schuhwerk, Kleidung oder Maschinen
Regionale Entwicklung der Seuche
In jüngster Vergangenheit wurden vermehrt Fälle der Newcastle-Krankheit in verschiedenen Brandenburger Landkreisen registriert. Auch im Tierheim Berlin gab es zuletzt Infektionsnachweise, was auf eine regionale Verbreitung des Erregers hindeutet.
Die Zooverwaltung betont, dass die aktuellen Schutzmaßnahmen präventiven Charakter haben und der Gesundheit von Tieren und Besuchern dienen. Ein Wiedereröffnungstermin für die geschlossenen Bereiche steht noch nicht fest und hängt von der weiteren Entwicklung ab.



