Nach 20 Jahren ohne Supermarkt: Baustart für neuen Netto in Spornitz
Baustart für neuen Netto in Spornitz nach 20 Jahren

Nach 20 Jahren ohne Supermarkt: Baustart für neuen Netto in Spornitz

Große Erleichterung und Freude herrschen in der Gemeinde Spornitz. Nach rund zwei Jahrzehnten ohne eigene Einkaufsmöglichkeit ist nun der langersehnte Baubeginn für einen neuen Discounter erfolgt. Am 19. März fand der symbolische Spatenstich für den Netto-Markt an der B191 statt, direkt neben der bestehenden Tankstelle. Die geplante Fertigstellung ist für September 2026 vorgesehen.

Zwei Jahrzehnte Wartezeit beendet

Bürgermeisterin Britta Gnadke zeigt sich überglücklich über die neue Entwicklung: „Wir sind sehr, sehr glücklich, dass wir jetzt hier eine neue Einkaufsmöglichkeit bekommen.“ Der letzte Lebensmittelmarkt musste bereits im Jahr 2005 schließen, als die damalige Betreiberin in den Ruhestand ging. Seitdem kämpfte die Gemeinde etwa drei Jahre lang darum, wieder eine lokale Einkaufsmöglichkeit zu erhalten – von der ersten Idee bis zum nun realisierten Baubeginn.

Modernes Konzept mit regionaler Beteiligung

Patrick Muranko, Gebietsleiter Expansion Ost bei Netto, erläutert die Details des Projekts: „Hier entstehen 800 Quadratmeter Verkaufsfläche mit Potenzial für eine Erweiterung und rund 60 Parkplätze für die Kunden.“ Zusätzlich sind Ladesäulen für Elektroautos geplant. Der Markt wird etwa drei Millionen Euro kosten und ist der zwölfte Netto im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Besonders bemerkenswert: Es handelt sich um den ersten Markt im neuen Design, der in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt wird.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die nachhaltige Ausrichtung wird durch einen Wärmetauscher und eine geplante Solaranlage unterstrichen. Baumanager Kai Hollauf und Projektentwickler Bastian Frank von der Edeka-Tochtergesellschaft CEV Handelsimmobilien betonen diese umweltfreundlichen Aspekte.

Optimale Lage und regionale Zusammenarbeit

Muranko lobt den Standort als „Bilderbuchstandort“: „Die neue Filiale entsteht direkt an der B191, die Linksabbiegerspur ist auch vorhanden. Der Markt liegt dann genau an der Hauptverbindungsstraße zwischen Parchim und Ludwigslust.“ Ein bestehender Bebauungsplan beschleunigte die Planungen erheblich.

Das Grundstück wurde von Nordoel, einem Unternehmen der Lother GmbH, erworben. Claas Schmolke, Prokurist bei Nordoel, freut sich auf die synergetische Nachbarschaft: „Wir wollen gemeinsam eine Verbindung schaffen, dass unsere Kunden auf kurzem Wege den Parkplatz von Netto erreichen können und umgekehrt.“

Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit regionalen Firmen gelegt. Als Generalunternehmer agiert die Firma Universalbau Parchim (UBP). Geschäftsführer Andreas Behrens betont die Beteiligung von drei weiteren regionalen Unternehmen, darunter das Architekturbüro Buck aus Neustadt-Glewe.

Neue Arbeitsplätze und sozialer Treffpunkt

Der neue Markt schafft etwa zwölf bis 15 Arbeitsplätze. Interessierte können ihre Bewerbungen in umliegenden Filialen abgeben. Für die Anwohner bedeutet der Supermarkt nicht nur eine praktische Einkaufsmöglichkeit, sondern auch einen neuen sozialen Treffpunkt. Bürgermeisterin Gnadke resümiert: „Die Leute vermissen das sehr und sind begeistert, dass es endlich losgeht.“ Nach 20 Jahren des Wartens kehrt damit endlich wieder Leben in die lokale Versorgungsstruktur von Spornitz zurück.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration