SPD-Kandidat gewinnt Bürgermeister-Stichwahl in Teterow mit klarem Vorsprung
Bei der Bürgermeister-Stichwahl in Teterow hat der SPD-Kandidat Robert Straßburg einen deutlichen Sieg errungen. Der 37-jährige Lehrer erhielt 60,4 Prozent der Stimmen und damit das klare Vertrauen der Teterower Wählerschaft. Allerdings steht bereits jetzt ein Fragezeichen hinter dem geplanten Amtsantritt im Juni, da Straßburg aus pädagogischer Verantwortung das Schuljahr an der Stavenhagener Gesamtschule noch zu Ende bringen möchte.
Wahlsieger möchte Verpflichtungen als Lehrer erfüllen
Robert Straßburg, der bisher als Geografielehrer an der Gesamtschule in Stavenhagen tätig war, äußerte nach seinem Wahlsieg den Wunsch, seinen Schülern gegenüber verantwortungsvoll zu handeln. Das Schuljahr endet erst Anfang Juli, weshalb er prüfen lassen will, ob ein verspäteter Amtsantritt rechtlich möglich ist. „Aus der Verantwortung gegenüber meinen Schülern heraus würde ich das Schuljahr in Stavenhagen gern noch zu Ende bringen“, erklärte Straßburg gegenüber dem Nordkurier.
Am Montag nach der Wahl begann sein Tag zunächst mit einem Gratulationsmarathon, bevor er wie gewohnt seinen Unterricht aufnahm. Seine Kollegen und Schüler ließen es sich nicht nehmen, dem künftigen Bürgermeister persönlich zu gratulieren und ihm alles Gute für seine neue Aufgabe zu wünschen.
Wahlverlierer bleibt der Stadtpolitik erhalten
Für den unterlegenen Kandidaten Thomas Gütschow hat der ganz normale Arbeitsalltag bereits wieder begonnen. Trotz der Niederlage bei der Stichwahl betonte Gütschow, dass er der Teterower Kommunalpolitik weiterhin erhalten bleiben wird. „Die Teterower haben mich vor zwei Jahren zum Stadtvertreter gewählt und dieser Verantwortung werde ich natürlich auch in Zukunft mit viel Herzblut nachkommen“, kündigte er an. Gemeinsam mit seinem Fraktionskollegen Wolfgang Blanck will er sich weiterhin für die Belange der Stadt engagieren.
CDU signalisiert konstruktive Zusammenarbeit
Die CDU-Stadtfraktion gratulierte Robert Straßburg noch am Wahlsonntag zu seinem Erfolg. Obwohl die Union mit Matthias Hantel einen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt hatte, der es nicht in die Stichwahl schaffte und sich anschließend aus der Stadtpolitik zurückzog, sieht die CDU im Wahlergebnis einen Neuanfang. Die Fraktion äußerte ihre Bereitschaft, konstruktiv mit dem neuen Bürgermeister zusammenzuarbeiten, um Teterow weiterzuentwickeln und wichtige Projekte voranzubringen.
Die politische Landschaft in Teterow steht somit vor einem spannenden Wechsel, dessen genauer Zeitpunkt jedoch noch von der Prüfung der rechtlichen Möglichkeiten für Straßburgs verspäteten Amtsantritt abhängt.



