Hammer-Märkte in MV schließen: Räumungsverkauf in fünf Filialen läuft
Hammer-Märkte in MV: Räumungsverkauf in fünf Filialen

Hammer-Märkte in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Aus: Räumungsverkauf gestartet

Die bekannte Einrichtungskette Hammer steht weiterhin vor massiven Herausforderungen. Nach monatelangen finanziellen Schwierigkeiten und mehreren Insolvenzanträgen müssen nun bundesweit 44 von 87 Filialen schließen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind mehrere Standorte betroffen, wo der große Räumungsverkauf bereits angelaufen ist.

Insolvenzverfahren und gescheiterte Rettungsversuche

Die Krise bei Hammer begann bereits im Juni 2025, als die Muttergesellschaft Brüder Schlau Gruppe Insolvenz in Eigenverwaltung anmeldete. Ein Rettungsversuch folgte im Herbst mit der Gründung der Hammer Raumstylisten GmbH, die das Unternehmen neu aufstellen sollte. Doch auch dieser Schritt brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im Januar 2026 wurde beim Amtsgericht Bielefeld ein weiterer Insolvenzantrag gestellt, obwohl ursprünglich alle Standorte erhalten bleiben sollten.

Nun hat sich die Situation weiter zugespitzt: Für etwa die Hälfte der Filialen gibt es laut einem Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters keine Interessenten, die das Fachmarkt-Konzept fortführen möchten. Daher wurde in diesen 44 Märkten der Räumungsverkauf eingeleitet.

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Fünf MV-Standorte betroffen

In Mecklenburg-Vorpommern sind folgende fünf Hammer-Fachmärkte von den Schließungen betroffen:

  • Hammer Fachmarkt Greifswald, Anklamer Landstraße 1, 17491 Greifswald
  • Hammer Fachmarkt Bentwisch, Hansestraße 43, 18182 Bentwisch
  • Hammer Fachmarkt Rostock, Güstrower Straße 9, 18109 Rostock
  • Hammer Fachmarkt Wismar, An der Westtangente 4, 23966 Wismar
  • Hammer Fachmarkt Güstrow, Ebereschenweg 2B, 18273 Güstrow

In diesen Filialen können Kunden noch bis zum 31. März 2026 Schnäppchen machen, denn es werden Rabatte von bis zu 70 Prozent auf den Originalpreisen gewährt. Die Gehälter der bundesweit etwa 1.100 betroffenen Mitarbeiter sind bis Ende März über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

Ungewisse Zukunft für Mitarbeiter

Für die Beschäftigten in den schließenden Filialen bleibt die Situation ungewiss. Der Insolvenzverwalter konnte bisher keine konkreten Aussagen zur weiteren Zukunft der Mitarbeiter treffen. Die Schließungen markieren einen weiteren Tiefpunkt für die einst florierende Einrichtungskette, die seit vielen Monaten um ihr Überleben kämpft.

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