Societät Maritim als möglicher Standort für Archäologisches Landesmuseum wieder im Gespräch
Societät Maritim wieder im Rennen für Landesmuseum

Societät Maritim als möglicher Standort für Archäologisches Landesmuseum wieder im Gespräch

Die Kosten für das geplante Archäologische Landesmuseum in Rostock steigen kontinuierlich an und zwingen die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern dazu, nach kostengünstigeren Alternativen zu suchen. Ein Standort, der zuvor bereits durchgefallen war, ist nun erneut im Gespräch und wird intensiv geprüft.

Explodierende Kosten zwingen zu neuen Überlegungen

Finanzminister Heiko Geue (SPD) hat im Landtag bekannt gegeben, dass neben drei Standorten am Hafen auch eine neue Variante unter Einbeziehung der Societät Maritim geprüft wird. Ursprünglich waren für den Bau des Museums rund 45 Millionen Euro veranschlagt worden. „Wir sind jetzt bei 85 Millionen, Tendenz nach oben. Und das vor dem Hintergrund der Haushaltsprobleme, die nun mal da sind“, erklärte Geue. Die Einrichtung eines Archäologischen Landesmuseums sei ein zentrales kulturpolitisches Projekt für das Bundesland, das bisher über kein solches Museum verfügt.

Societät Maritim: Von der Ablehnung zur erneuten Prüfung

Noch im vergangenen Herbst hatte das Land die Societät Maritim als Standort abgelehnt. Damals hieß es, dass die kleinteilige räumliche Struktur und die erheblichen konstruktiven Defizite des denkmalgeschützten Gebäudes eine Unterbringung eines modernen archäologischen Museums nicht sinnvoll erscheinen ließen. Das Gebäude, in dem früher das Rostocker Schifffahrtsmuseum untergebracht war, liegt prominent am Rand des Rostocker Zentrums.

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Nun wird jedoch zusammen mit den Denkmalbehörden geprüft, ob die Societät Maritim nicht doch zu einem zeitgemäßen Museum umgebaut werden kann. Zusätzlich hat die Hansestadt Rostock das Gelände des gegenüberliegenden Rosengartens angeboten. „Das ist eine Neuentwicklung“, so der Finanzminister. Diese Option müsse nun gründlich untersucht werden, insbesondere im Hinblick auf die anfallenden Kosten. Geue kündigte eine zeitnahe Entscheidung an.

Langjähriger Plan vor der Kaikante gilt als zu teuer

Der lange verfolgte Plan, das Archäologische Landesmuseum vor die Kaikante des Stadthafens ins Wasser zu setzen, gilt inzwischen als finanziell nicht mehr tragbar. Angesichts der explodierenden Kosten sucht die Landesregierung fieberhaft nach günstigeren Alternativen, um das wichtige kulturpolitische Vorhaben doch noch realisieren zu können. Die Prüfung der Societät Maritim stellt dabei einen vielversprechenden neuen Ansatz dar, der möglicherweise zu einer kosteneffizienteren Lösung führen könnte.

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