Störtebeker-Koggen kehren zurück: Piratenschiffe für Festspiele in Ralswiek zu Wasser gelassen
Störtebeker-Koggen für Festspiele in Ralswiek zu Wasser gelassen

Störtebeker-Koggen kehren auf den Bodden zurück: Vorbereitungen für Festspielsaison laufen

Die ikonischen Piratenschiffe der Störtebeker Festspiele sind wieder in ihrem Element. Mit einem speziellen Kran wurden die vier beeindruckenden Koggen vorsichtig in den Großen Jasmunder Bodden bei Ralswiek auf Rügen gehoben. Dieser wichtige Schritt markiert den Beginn der intensiven Vorbereitungen für die kommende Spielzeit der berühmten Freilichttheateraufführungen.

Historische Schiffe mit moderner Technik

Die imposanten Theaterschiffe, die den historischen Vorbildern aus der Hansezeit detailgetreu nachempfunden sind, stellen technische Meisterleistungen dar. Jede Kogge bringt zwischen acht und zweiundzwanzig Tonnen auf die Waage und verfügt über einen vergleichsweise geringen Tiefgang von nur einem Meter. Angetrieben werden die schwimmenden Bühnen von jeweils zwei leistungsstarken 90-PS-Motoren, die für die notwendige Manövrierfähigkeit während der spektakulären Aufführungen sorgen.

An Bord jeder Kogge befindet sich eine dreiköpfige Besatzung, die für die sichere Navigation und die koordinierten Bewegungen der Schiffe während der Vorstellungen verantwortlich ist. Die Präzision dieser Manöver ist entscheidend für den reibungslosen Ablauf der aufwändigen Inszenierungen unter freiem Himmel.

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„Likedeeler“: Das neue Stück über gerechte Seeräuber

In der aktuellen Spielzeit steht das Stück „Likedeeler“ im Mittelpunkt der Festspiele. Der Titel bezieht sich auf Klaus Störtebeker und seine Gefährten, die als „Gleichteiler“ bekannt waren, weil sie ihre erbeuteten Schätze gerecht unter allen Beteiligten aufteilten. Unter ihrem markanten Motto „Gottes Freund und aller Welt Feind“ liefern sie sich auch in dieser Produktion erbitterte Kämpfe mit ihren Widersachern.

Besonders bemerkenswert: „Likedeeler“ stellt das zweite Werk im siebten Zyklus der Störtebeker Festspiele dar, die seit dem Jahr 1993 regelmäßig stattfinden. Die Zuschauer können in dieser Saison beruhigt sein – anders als in der historischen Überlieferung muss der legendäre Pirat in dieser Inszenierung nicht seinen Kopf auf dem Grasbrook in Hamburg verlieren.

Großes Spektakel mit über 150 Mitwirkenden

Die Festspiele bieten auch in dieser Saison ein beeindruckendes Gesamterlebnis. Neben den vier zentralen Koggen wirken mehr als einhundertfünfzig Darsteller, Statisten und Techniker an den Produktionen mit. Selbst dreißig gut trainierte Pferde gehören zum festen Ensemble und bereichern die historischen Szenen mit ihrer authentischen Präsenz.

Die Vorstellungen finden regelmäßig von Montag bis Samstag statt und erreichen ihren dramatischen Höhepunkt stets mit einem atemberaubenden Feuerwerk, das den Nachthimmel über dem Großen Jasmunder Bodden in ein faszinierendes Farbenmeer verwandelt. Dieser visuelle Abschluss bildet den perfekten Rahmen für die epischen Geschichten um den berühmten Seeräuber.

Die offizielle Eröffnung der Störtebeker Festspiele ist für den 20. Juni geplant. Bis zum 5. September werden dann regelmäßig die Abenteuer von Klaus Störtebeker und seiner Mannschaft die Besucher auf der Freilichtbühne Ralswiek in ihren Bann ziehen. Die jetzt erfolgte Rückkehr der Koggen ins Wasser signalisiert deutlich: Die Vorbereitungen für ein weiteres unvergessliches Festspieljahr auf Rügen laufen auf Hochtouren.

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