Niedersachsen-CDU entlässt Sprecher nach Deepfake-Skandal: Neue Details zu verstörendem Video
CDU-Sprecher nach Deepfake-Affäre fristlos gekündigt

Niedersachsen-CDU entlässt Sprecher nach Deepfake-Skandal

Die CDU-Fraktion in Niedersachsen hat ihren langjährigen Fraktionssprecher Ralph Makolla fristlos gekündigt und von allen Aufgaben freigestellt. Der Grund für diese drastische Maßnahme ist ein verstörender Vorfall um ein KI-generiertes Deepfake-Video, das in einer privaten WhatsApp-Gruppe von CDU-Mitarbeitern verbreitet wurde.

Verstörende Details zum Deepfake-Video

Laut aktuellen Medienberichten soll Makolla am 17. Januar ein "KI-generiertes Kurzvideo" in einer internen WhatsApp-Gruppe namens "MitGLIEDER" geteilt haben. Das Video zeigt eine Mitarbeiterin der CDU-Fraktion in eindeutig sexualisierter Weise. Erst am vergangenen Freitag erfuhr die betroffene Frau von der Existenz des Videos und informierte umgehend die Fraktionsführung.

Die Reaktion der Parteispitze folgte umgehend: Makolla wurde noch am selben Tag von seinen Aufgaben entbunden und am darauffolgenden Dienstag fristlos gekündigt. Fraktionschef Sebastian Lechner und seine Parlamentarische Geschäftsführerin Carina Hermann brachen sofort ihre Osterurlaube ab, um sich der Aufklärung des Vorfalls zu widmen.

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Versuchte Vertuschung und weitere Verwicklungen

Besonders brisant: Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass der Vorfall zunächst vertuscht werden sollte. Fraktionsgeschäftsführer Adrian M., der selbst Mitglied der betreffenden WhatsApp-Gruppe war, wies die anderen Teilnehmer im Januar an, das Video umgehend zu löschen und Stillschweigen zu bewahren. Gegen den Urheber des Videos sprach er lediglich eine Abmahnung aus.

Carina Hermann wurde laut Informationen nur unzureichend über den Vorgang informiert, Fraktionschef Lechner erfuhr zunächst gar nichts von dem Video. Als Begründung für diese Informationspolitik soll angegeben worden sein, die Fraktionsführung nicht in die Angelegenheit hineinziehen und so Schaden von der Partei abwenden zu wollen - schließlich steht im Herbst 2027 die nächste Landtagswahl an.

Konsequenzen und weitere Ermittlungen

Fraktionsgeschäftsführer Adrian M. wurde am Dienstag vorläufig von seinen Aufgaben entbunden. Gegen alle beteiligten Mitarbeiter werden nun dienst- und arbeitsrechtliche Schritte geprüft. Die CDU plant zudem, die Position des Fraktionsgeschäftsführers neu zu besetzen - nach Informationen soll dabei erstmals eine Frau diese Funktion übernehmen.

Die CDU-Fraktion hat die Staatsanwaltschaft Hannover über die Vorkommnisse informiert und sämtliche Unterlagen zur Verfügung gestellt, darunter mutmaßlich auch den kompletten Chat-Verlauf der WhatsApp-Gruppe. Die betroffene Mitarbeiterin hat ebenfalls Strafanzeige erstattet.

Reaktion der Parteiführung

Fraktionschef Sebastian Lechner betonte in einer Stellungnahme: "Selbstverständlich werden wir mit der Staatsanwaltschaft umfangreich kooperieren. Alles muss transparent und lückenlos aufgeklärt werden. Um es ganz deutlich zu sagen: Bei frauenfeindlichen Denk- und Verhaltensweisen gibt es in der CDU null Toleranz."

Die WhatsApp-Gruppe "MitGLIEDER" offenbarte weitere peinliche Details: Als Profilbild hatten sich die männlichen CDU-Mitarbeiter einen Elefanten mit erigiertem Penis ausgewählt - ein weiterer Hinweis auf die fragwürdige Gruppendynamik innerhalb des Kreises.

Die Affäre wirft ein bezeichnendes Licht auf die interne Kultur innerhalb der niedersächsischen CDU-Fraktion und stellt die Partei vor erhebliche Reputationsprobleme. Die vollständige Aufklärung des Vorfalls und konsequente personelle Konsequenzen werden nun von der Öffentlichkeit erwartet.

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