Teterow fällt 72 Pappeln an Burgwallfähre trotz Brutzeit
Teterow fällt 72 Pappeln trotz Brutzeit

Die Stadt Teterow plant die Fällung von 72 Pappeln entlang der Zufahrt zur Burgwallfähre. Wie das Bauamt mitteilte, haben viele der Bäume ihr Lebensende erreicht und weisen einen hohen Anteil an Totholz auf. Dies stelle eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit dar. Um die Arbeiten dennoch durchführen zu können, hat die Stadt eine Ausnahmegenehmigung bei der unteren Naturschutzbehörde beantragt. Bauamtsmitarbeiterin Eileen Mathe betonte im Umweltausschuss, dass die Sicherheit der Passanten oberste Priorität habe.

Kritik am späten Zeitpunkt der Fällungen

Der Zeitpunkt der geplanten Fällungen stieß auf Kritik. AfD-Stadtvertreter Winfried Schneider bemängelte, dass die Stadt zu spät reagiere. Bereits vor zwei Jahren sei die Verwaltung auf die Notwendigkeit von Fällungen im Winter hingewiesen worden. Arbeiten während der Brut- und Aufzuchtzeit seien aus seiner Sicht nicht vertretbar. Zudem wies Schneider auf den bevorstehenden Saisonstart am Burgwall im Mai hin, wenn der Zugang wieder geöffnet und der Kioskbetrieb aufgenommen wird. Er befürchtet, dass die Fällungen während der Tourismussaison Besucher abschrecken und den Zugang zur Fähre beeinträchtigen könnten.

Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Zugänglichkeit

Das Bauamt kündigte an, die Wegeführung während der Arbeiten so zu gestalten, dass Fußgänger die Burgwallfähre weiterhin erreichen können. Sobald die Ausnahmegenehmigung vorliege, würden auch während der Aufzuchtzeit einzelne Bäume entnommen, erklärte Mathe. Ziel sei es, Gefahren durch bruchgefährdete Bäume zu vermeiden. Die Stadt betont, dass die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Touristen oberste Priorität habe, auch wenn dies zu Konflikten mit dem Artenschutz führe.

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