Qatar-Airways-Flieger lässt 20 Tonnen Kerosin über Brandenburg ab
20 Tonnen Kerosin über Brandenburg abgelassen

Ein Langstreckenflug von Qatar Airways, der von Berlin nach Doha (Katar) führen sollte, musste kurz nach dem Start umkehren. Dabei ließ die Boeing 777 rund 20 Tonnen Kerosin über Brandenburg und Sachsen ab. Grund war der Beginn von US-Angriffen auf den Iran, der zur Sperrung mehrerer Lufträume führte.

Vorfall am 28. Februar 2026

Die Maschine mit der Flugnummer QTR24C startete um 8.10 Uhr am Flughafen Berlin Brandenburg. Ziel war Doha in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Doch weniger als eine Stunde später erhielt die Crew die Nachricht, dass die USA Angriffe auf den Iran gestartet hatten. Daraufhin entschied sich die Besatzung gegen 9.05 Uhr über dem Raum Budapest zur Umkehr nach Berlin.

Problem: Zu schwer für Landung

Die Boeing 777 ist eines der größten zweistrahligen Verkehrsflugzeuge und kann bis zu 181.000 Liter Kerosin aufnehmen. Da der Flug erst kurz nach dem Start abgebrochen wurde, war kaum Treibstoff verbraucht. Für eine sichere Landung in Berlin war die Maschine daher zu schwer. Die Crew musste rund 20 Tonnen Kerosin ablassen, um das zulässige Landegewicht zu erreichen.

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Fuel Dumping über dünn besiedeltem Gebiet

Das Ablassen erfolgte nach Angaben der Deutschen Flugsicherung in etwa 5500 Metern Höhe über dem Gebiet „östliches Sachsen – südliches Brandenburg“. Die Piloten hielten sich an die Standardverfahren des Herstellers. Laut Luftfahrt-Bundesamt wurden für solche Vorgänge möglichst dünn besiedelte Bereiche mit geringem Luftverkehr ausgewählt.

Keine Gefahr für Umwelt

Obwohl die Menge enorm erscheint, verdunstet Kerosin größtenteils in der Atmosphäre. Das Umweltbundesamt hat festgestellt, dass selbst größere Mengen „keine kritischen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt“ haben. Die 20 Tonnen entsprechen etwa 25.000 Litern Kerosin.

Häufigkeit solcher Vorfälle

Treibstoffablässe sind nicht selten. In den vergangenen acht Jahren wurden deutschlandweit rund 200 Fälle registriert – statistisch etwa alle zwei Wochen. Bereits im September 2023 und April 2024 gab es ähnliche Vorfälle wegen gesperrter Lufträume, allerdings mit geringeren Mengen.

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