Seit Anfang Mai hat der Rostocker Zoo einen neuen Bewohner: Löwe Akinda. Der 13-jährige Löwenkater traf am 6. Mai aus dem Bergzoo Halle an der Ostsee ein. Nun lebt er gemeinsam mit der Löwin Zimbala auf der Anlage, wie der Zoo mitteilte. Damit beherbergt der Zoo wieder ein Löwenpaar.
Akinda erkundet sein neues Revier
Der ruhige Löwe scheint sich in seinem neuen Zuhause wohlzufühlen. Laut Zoo zeigte sich Akinda bereits kurz nach seiner Ankunft neugierig und gelassen. Er erkundete aufmerksam seine Umgebung, markierte sein Revier und ließ kräftiges Löwengebrüll hören. Zudem hat er bereits gefressen und wirkt nach Einschätzung der Tierpfleger sehr ausgeglichen. „Wir lassen Akinda jetzt hinter den Kulissen Zeit, damit er in Rostock und seinem neuen Revier ganz in Ruhe ankommen kann. Dennoch stehen die Chancen gut, Akinda schon bald auf der Löwenanlage beobachten zu können“, so Zoodirektorin Antje Angeli.
Akinda: Ein Löwe mit besonderer Geschichte
Akinda ist ein afrikanischer Löwe und wurde am 8. März 2013 im Attica Zoological Park in Athen geboren. Er wurde mit der Hand aufgezogen. Zuletzt lebte er im Bergzoo Halle gemeinsam mit seiner Löwin Nyla, die altersbedingt eingeschläfert werden musste. Seine Tierpfleger beschreiben ihn als ausgesprochen ruhig, freundlich und entspannt.
Mit seinem Umzug an die Ostsee endet auch die Zeit des Alleinseins für Löwin Zimbala. Die waschechte Rostockerin, geboren 2008, lebte auf der Großkatzenanlage viele Jahre mit ihren Eltern Zima und Cibeji. Cibeji starb 2023 im hohen Alter von 22 Jahren, Mutter Zima musste im vergangenen Jahr aufgrund altersbedingter gesundheitlicher Probleme eingeschläfert werden. Seitdem war sie allein.
Gemeinsamer Ruhestand für Akinda und Zimbala
Nun sollen Akinda und Zimbala in Rostock gemeinsam ihren „Löwenruhestand“ genießen. Im Bergzoo Halle werden in den kommenden Wochen zwei junge Tiere Akindas Platz einnehmen. Nach Angaben des Rostocker Zoos gelten Löwen in vielen Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes inzwischen als stark bedroht. Insbesondere die nördliche Unterart des Löwen sei in ihrer ursprünglichen Heimat in Nordafrika und Vorderasien schon länger ausgestorben. „Nur dank der Zoos konnte das genetische Erbe der nordafrikanischen Berberlöwen bewahrt werden“, teilt Romy Endlicher vom Rostocker Zoo mit.



