Buckelwal-Suche bei Wismar: Experten prüfen mögliche Sichtung in der Ostsee
Buckelwal-Suche bei Wismar: Experten prüfen Sichtung

Buckelwal-Suche bei Wismar: Experten prüfen mögliche Sichtung in der Ostsee

Nach der spektakulären Rettung eines Buckelwals vor Timmendorfer Strand hat sich die Suche nach dem Meeressäuger intensiviert. Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund prüfen nun eine mögliche Sichtung des Tieres in der Ostsee bei Wismar. „Ich kann bestätigen, dass wir heute Vormittag eine Sichtungsmeldung bei Wismar hatten, die wir jetzt überprüfen“, erklärte Diana Meyen, Sprecherin des Museums, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Diese Meldung könnte ein entscheidender Hinweis auf den Verbleib des Wals sein.

Weitere Sichtungen und koordinierte Suchaktion

Neben der Meldung aus Wismar werden auch Berichte über mögliche weitere Sichtungen in der Nähe der unbewohnten Insel Walfisch untersucht. Um den Wal zu lokalisieren, planen Experten des Meeresmuseums, an Bord eines Suchbootes zu gehen, das seit dem frühen Morgen die Küste absucht. „Dazu laufen aktuell Gespräche mit den Behörden“, so Meyen. Die Suche wird durch ein Boot der Wasserschutzpolizei unterstützt, das die Küste systematisch abfährt. Zusätzlich ist das Polizeiboot „Walfisch“ auf Streife unterwegs und leistet indirekte Unterstützung. Auch Greenpeace beteiligt sich mit zwei eigenen Booten an der intensiven Suchaktion.

Ziel: Rückführung in tiefere Gewässer

Das primäre Ziel der Experten ist es, den jungen Buckelwal zu finden, um ihn weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu drängen. Im Idealfall soll das Tier den langen und schwierigen Weg von der Ostsee über die Nordsee zurück in den Atlantik finden. „Das sei ein langer und schwieriger Weg“, betonte die Sprecherin des Meeresmuseums. Der Wal war am Montagmorgen auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt worden und hatte sich nach tagelangen Rettungsbemühungen durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne selbst befreit. Am Freitagnachmittag wurde er im Zickzack vor der mecklenburgischen Küste gesichtet.

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Appell an die Öffentlichkeit

Wal-Sichtungen können über die Homepage des Meeresmuseums oder per Telefon über eine spezielle Nummer gemeldet werden. Meyen appellierte jedoch an die Bevölkerung, private Suchaktionen zu unterlassen: „Das Tier ist gestresst und geschwächt. Es ist wichtig, dass es nicht durch private Suchen zusätzlich Stress bekommt“. Die koordinierte Suche durch Fachleute soll sicherstellen, dass der Wal ohne weitere Belastungen seinen Weg in sichere Gewässer findet. Die Situation bleibt angespannt, während die Experten weiterhin alle verfügbaren Ressourcen mobilisieren.

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