DDR-Stammtisch in Waren: Legenden treffen sich zu Sport, Politik und Geschichte
Die DDR existiert zwar nicht mehr, doch die Erinnerungen bleiben für viele Menschen in den ostdeutschen Bundesländern lebendig. In Waren an der Müritz findet nun ein besonderer Stammtisch statt, der genau diese Erinnerungen in den Mittelpunkt rückt. Am Freitag, dem 6. März, treffen sich ab 18.30 Uhr im Bürgersaal von Waren ehemalige Größen aus Sport, Politik und Kultur zu einem intensiven Austausch.
Prominente Gäste und offene Gespräche
Zu den prominenten Teilnehmern gehören die 95-jährige DDR-Radsportikone, der zweifache Olympiasieger im Marathon Waldemar Cierpinski, der Schlagersänger Frank Schöbel und der ehemalige Staatschef Egon Krenz. Veranstalter Klaus Härtl betont, dass beim „DDR-Stammtisch“ jeder frei reden könne, wie ihm „der sprichwörtliche Schnabel gewachsen ist“. Härtl, selbst aus Erfurt stammend und manchen noch aus Fußballzeiten bekannt, holt die Ex-Größen bewusst an die Müritz, um ein Spannungsfeld zu schaffen, das solche Runden bietet.
Er weiß, dass es Menschen gibt, die mit dieser Art der Geschichtsbetrachtung wenig anfangen können und sie als verklärend bewerten. Dennoch hält er den Austausch für essenziell: „Ich finde es wichtig, dass man in Dialog kommt, Fragen stellen kann und sich in einer größeren Runde erinnert und vielleicht auch bewertet“, so Härtl. Die Schauspieler, Politiker und Spitzenathleten von einst seien bereit, ihre Geschichte zu erzählen und mit den Gästen ins Gespräch zu kommen, ohne Fragen auszuweichen.
Musik, Gespräche und Rückblicke
Der Abend verspricht eine Mischung aus Musik, Gesprächen und persönlichen Rückblicken. Die eigene Geschichte Revue passieren zu lassen, steht im Fokus. Plätze für die Veranstaltung am 6. März sind noch verfügbar und können zum Einheitspreis von 35 bis 37 Euro online über das Portal Reservix gebucht werden. Dieser Stammtisch bietet eine seltene Gelegenheit, DDR-Geschichte aus erster Hand zu erleben und mit Zeitzeugen zu diskutieren.
In einer Zeit, in der die DDR immer weiter in die Vergangenheit rückt, gewinnen solche Formate an Bedeutung. Sie ermöglichen nicht nur Erinnerungen, sondern auch kritische Reflexionen. Der Bürgersaal in Waren wird damit am Freitag zu einem Ort des lebendigen Geschichtsunterrichts, wo Legenden ihre Erfahrungen teilen und mit dem Publikum interagieren.



