Eurojackpot-Gewinn in Sachsen-Anhalt: 250.000 Euro seit 2024 ungehoben – Spieler weiterhin verschwunden
Im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt wartet ein beachtlicher Lotto-Gewinn seit fast zwei Jahren darauf, abgeholt zu werden. Ein Eurojackpot-Spieler erzielte im April 2024 einen Treffer im Wert von über 250.000 Euro, doch bis heute hat sich der Glückspilz nicht gemeldet. Die Lotto-Toto Gesellschaft Sachsen-Anhalt bestätigt, dass von dem Gewinner nach wie vor jede Spur fehlt und das Geld unausgezahlt bleibt.
Die Details zum verschollenen Gewinn
Der Spieler hatte im April 2024 einen Tipp für zwei Ziehungen des Eurojackpots abgegeben und dafür 4,60 Euro investiert. Bei der Ziehung am 30. April gelang ihm der Volltreffer: Er errang alle fünf Gewinnzahlen – 4, 20, 33, 37 und 45 – sowie eine der beiden Eurozahlen, die 8 oder 9 lauteten. Damit sicherte er sich exakt 250.246,20 Euro. Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Erfolg liegt bei etwa eins zu sieben Millionen, was den Fall umso bemerkenswerter macht.
Frist bis Ende 2027: Noch Zeit für die Gewinnabholung
Laut Angaben von Lotto-Toto Sachsen-Anhalt hat der Gewinner aus dem Landkreis Wittenberg noch bis zum 31. Dezember 2027 Zeit, seinen Anspruch geltend zu machen. Dazu kann er den Tippschein entweder bei einer Lotto-Annahmestelle einreichen oder sich direkt an die Gesellschaft in Magdeburg wenden. Sollte der Betrag bis dahin nicht abgeholt werden, fließt er in den Topf für Sonderauslosungen und kann somit erneut gewonnen werden.
Lotto rät zur gründlichen Suche
Eine Sprecherin der Lotto-Gesellschaft appelliert an die Bevölkerung im Landkreis Wittenberg, sorgfältig nach dem möglicherweise verlegten Schein zu suchen. „Es empfiehlt sich, vielleicht im Handschuhfach des Autos oder in den Taschen von Jacken nachzuschauen, die man schon länger nicht mehr getragen hat“, so ihre Empfehlung. Sie weist auch auf die Möglichkeit hin, dass die Spielquittung als Lesezeichen in einem Buch dienen könnte, das Ende April 2024 gelesen wurde und nun im Schrank liegt.
Vergleichbare Fälle aus der Vergangenheit
Dass sich eine solche Suche auch nach langer Zeit lohnen kann, zeigen zwei Beispiele aus jüngerer Zeit:
- Im September 2025 fand ein Mann aus dem Rhein-Main-Gebiet in Hessen einen Lotto-Schein in seiner Übergangsjacke. Dieser bescherte ihm einen Jackpot von 15,3 Millionen Euro aus der Lotto-Variante 6 aus 49, den er bereits im März desselben Jahres geknackt hatte.
- Kurz vor Weihnachten 2023 reichte eine Frau aus Magdeburg einen Tippschein ein, den sie im Februar 2021 gespielt hatte. Sie erhielt ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk in Höhe von 100.000 Euro. Laut Lotto-Sprecherin waren diese 34 Monate die bislang längste Zeitspanne zwischen Gewinnereignis und Gewinnanforderung in Sachsen-Anhalt.
Diese Fälle unterstreichen, dass Lotto-Gewinne über eine Million Euro erst nach drei Jahren verfallen, während kleinere Beträge wie der aktuelle in Wittenberg noch länger abgeholt werden können. Die Lotto-Gesellschaft betont, dass Spieler selten spielen und Quittungen oft unbeabsichtigt liegen bleiben, was die Bedeutung regelmäßiger Kontrollen hervorhebt.



