Sachsen-Anhalt ehrt Engagement für Denkmalerhalt mit Preisverleihung
Denkmalpreis für Erhalt von DDR-Erbe verliehen

Sachsen-Anhalt verleiht Denkmalpreis für herausragendes Engagement

Um den Einsatz für den Erhalt und die Rettung von Kunst- und archäologischen Denkmalen zu würdigen, vergibt das Land Sachsen-Anhalt seit dem Jahr 1995 alle zwei Jahre einen speziellen Preis. Dieser ist mit 2.500 Euro für Einzelpersonen und mit 7.500 Euro für Gruppen dotiert. Am Dienstagabend übergab Kulturminister Rainer Robra von der CDU in der Staatskanzlei in Magdeburg die diesjährigen Ehrungen. Die Einzelpreise gingen an Guido Schwarzendahl aus Halle, der Vorstandsvorsitzender des Bauvereins Halle-Leuna ist, an Gerhard Christ aus Aschersleben und an den Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege.

Fokus auf dem Erbe der DDR-Moderne

Die Staatskanzlei begründete ihre Entscheidung für Guido Schwarzendahl mit seinem herausragenden Engagement um den Erhalt und die denkmalgerechte Sanierung der Bausubstanz in Halle-Neustadt. Die Genossenschaft, die er leitet, verfügt über mehr als 7.500 Wohnungen in Städten wie Halle, Merseburg, Weißenfels und Bitterfeld. In Halle-Neustadt stehen klassische Neubaublöcke, deren Erhalt die Staatskanzlei als Stärkung des baukulturellen Wertes der DDR-Moderne einschätzt. Zusätzlich wurde der Einsatz von Guido Schwarzendahl in bundesweiten Gremien gewürdigt, wo er sich für den Denkmalschutz einsetzt.

Archäologische Denkmalpflege in Aschersleben

Gerhard Christ aus Aschersleben macht sich besonders um die archäologische Denkmalpflege verdient, und das seit vielen Jahren. Er hat an zahlreichen Grabungen teilgenommen, die Historie der Region dokumentiert und in Veröffentlichungen zugänglich gemacht. Gegenwärtig unterstützt er bei der Recherche zu Ausgrabungen in Aschersleben, deren Ergebnisse später den Archäologen bei ihren Einordnungen und Analysen helfen werden. Seine Arbeit trägt maßgeblich zur Bewahrung des kulturellen Erbes bei.

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Wiederaufbau eines DDR-Grenzturms

Der Gruppenpreis wurde an den Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege verliehen, und zwar für sein Engagement am Grünen Band beim Wiederaufbau des ehemaligen DDR-Beobachtungsturms bei Walbeck. Für dessen Erhalt setzt sich der Verein schon seit Jahren ein. Der Turm gehörte einst zur Grenzanlage im Landkreis Börde und wurde in den 1970er Jahren erbaut. Im Jahr 2009 wurde er an eine Privatperson verkauft und demontiert, doch ein Baustopp verhinderte den Abtransport der Einzelteile. Der Geschichtsverein hatte sich seither intensiv um den Wiederaufbau bemüht. Heute gehört der Turm zum Biotopverbund Grünes Band und dient nicht nur als Denkmal, sondern auch als ein lebendiger Begegnungsort für die Gemeinschaft.

Die Preisverleihung unterstreicht die Bedeutung des Engagements für den Denkmalschutz in Sachsen-Anhalt und zeigt, wie Einzelpersonen und Vereine dazu beitragen, historische Stätten für künftige Generationen zu bewahren. Mit dieser Ehrung werden ihre Leistungen öffentlich anerkannt und gefördert.

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