Sachsen-Anhalts neuer Regierungschef positioniert sich deutlich in Migrationsfrage
Seit dem 28. Januar 2026 führt Sven Schulze (CDU) als Ministerpräsident die Geschicke des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Der 46-jährige Politiker löste damit seinen Parteikollegen Reiner Haseloff ab und steht nun vor der Herausforderung, sich im anstehenden Wahlkampf zu positionieren.
Klare Worte zur Migrationspolitik
In einem exklusiven Interview mit der Volksstimme sprach Schulze deutliche Worte zur aktuellen Flüchtlingssituation. „Ein Großteil der syrischen Staatsbürger sollte unser Land wieder verlassen“, so die klare Aussage des Regierungschefs. Diese Positionierung markiert einen deutlichen Akzent in der innenpolitischen Debatte und dürfte im Wahlkampf eine zentrale Rolle spielen.
Die Äußerungen fallen in eine Zeit, in der die Integration von Geflüchteten und die langfristige Perspektive für Menschen aus Kriegsgebieten bundesweit diskutiert werden. Schulze bezieht damit Stellung zu einer der kontroversesten Fragen der deutschen Politik.
Wahlkampfstrategie und politische Ziele
Neben der Migrationsfrage erläuterte der Ministerpräsident auch seine strategischen Überlegungen für den anstehenden Wahlkampf. Als Nachfolger von Reiner Haseloff steht er vor der Aufgabe, das CDU-geführte Bundesland durch die politischen Herausforderungen der kommenden Monate zu führen.
Das Interview, das von den Journalisten Michael Bock und Jens Schmidt geführt wurde, gibt zudem Einblicke in Schulzes Haltung gegenüber dem AfD-Spitzenkandidaten. Diese Positionierung gewinnt vor dem Hintergrund der politischen Landschaft in Sachsen-Anhalt besondere Bedeutung.
Neue Führung in Magdeburg
Seit seiner Wahl Ende Januar 2026 hat Schulze die Regierungsgeschäfte in der Landeshauptstadt Magdeburg übernommen. Der Wechsel an der Spitze des Bundeslandes vollzog sich innerhalb der CDU, wobei beide Politiker – sowohl der neue als auch der alte Ministerpräsident – derselben Partei angehören.
Die ersten zwei Monate im Amt haben bereits gezeigt, dass Schulze nicht davor zurückschreckt, kontroverse Themen offen anzusprechen. Seine Äußerungen zur syrischen Gemeinschaft in Deutschland stellen dabei nur einen Teil seines politischen Programms dar, das in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden soll.



