DWD-Winterbilanz für Thüringen: Weniger Regen, mehr Sonne, aber wärmer
Thüringer Winter: Weniger Niederschlag, mehr Sonnenschein

DWD-Winterbilanz für Thüringen: Weniger Niederschlag, mehr Sonne, aber wärmer

Schnee und Rodeln direkt vor der Haustür, selbst in den flacheren Regionen – solche Wintererlebnisse waren in Thüringen in den vergangenen Jahren eher selten. Jetzt hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine vorläufige Bilanz für die zu Ende gehende Wintersaison 2025/26 vorgelegt, die einige überraschende Erkenntnisse liefert.

Wintersportbedingungen und Temperaturverlauf

In der ersten Januarphase und später wieder im Februar herrschten im Thüringer Wald ausgezeichnete Wintersportbedingungen. Trotz relativ häufiger Schneefälle, einer geschlossenen Schneedecke auch im Flachland und teilweise knackigem Frost verlief der Winter 2025/26 in Thüringen insgesamt niederschlagsärmer und etwas wärmer als im langjährigen Vergleich. Zugleich war er deutlich sonniger, wie aus den Daten des DWD hervorgeht.

Vor allem der markante Temperaturanstieg Ende Februar sorgte dafür, dass die Winter-Durchschnittstemperatur bei 1,1 Grad Celsius lag. Damit übertraf sie den Referenzwert von minus 0,6 Grad aus der Vergleichsperiode 1961 bis 1990 deutlich. Der kälteste Tag des Winters war der 11. Januar, an dem in Olbersleben im Landkreis Sömmerda minus 17,6 Grad gemessen wurden. Im Februar fiel der Frost weniger streng aus, die niedrigste Temperatur von minus 9,5 Grad Celsius wurde am 20. Februar in Bad Berka im Weimarer Land registriert. Am vorletzten Februartag sollten die Temperaturen sogar bis zu 19 Grad erreichen.

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Niederschlagsmengen und Sonnenscheindauer

Die Niederschlagsmengen in diesem Winter blieben mit 95 Litern je Quadratmeter deutlich unter dem Soll. Sie erreichten lediglich 60 Prozent des langjährigen Vergleichswertes von 159 Litern je Quadratmeter. Einzige Ausnahme war der Februar, der mit 45 Litern je Quadratmeter den langjährigen Mittelwert von 44 Litern knapp übertraf.

Nicht beschweren konnten sich die Thüringer in diesem Winter über die Sonnenscheindauer. Mit insgesamt 195 Sonnenstunden gehörte Thüringen zu den sonnigsten Bundesländern Deutschlands. Der langjährige Vergleichswert liegt bei 148 Stunden. Allerdings wurde diese positive Bilanz durch den Februar getrübt, in dem die Sonne mit 60 Stunden ihr Soll von 69 Stunden nicht erreichte. Bundesweit zeigte sich die Sonne in diesem Winter durchschnittlich 180 Stunden lang.

Insgesamt zeigt die DWD-Bilanz, dass der Thüringer Winter 2025/26 trotz guter Schneebedingungen im Bergland durch einen Trend zu weniger Niederschlag, mehr Sonne und höheren Temperaturen geprägt war. Diese Entwicklung könnte langfristige Auswirkungen auf die regionale Landwirtschaft, den Tourismus und das Ökosystem haben.

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