Alba Berlin feiert beeindruckenden Sieg in Bamberg trotz Rumpfteam
Die Basketball-Bundesliga erlebte am Sonntag eine bemerkenswerte Leistung von Alba Berlin. Trotz massiver Personalprobleme und eines engen Spielplans gelang den Berlinern ein hart erkämpfter 98:92 (57:52)-Sieg bei den Bamberg Baskets. Dieser Triumph markiert bereits den sechsten Sieg in Serie für die Hauptstädter, die damit weiterhin Tabellenzweiter und erster Verfolger von Bayern München bleiben.
Personalkrise bei den Berlinern
Trainer Pedro Calles musste auf gleich fünf wichtige Akteure verzichten. Neben Malte Delow (Zerrung) und Moses Wood (Infekt) fielen mit Martin Hermannsson (Handverletzung), Jack Kayil (Zerrung) und Bennet Hundt (Schultereckgelenk) alle drei Point Guards aus. Diese personelle Notlage zwang Alba dazu, mit Guy Artman und Richard Schmitt zwei Debütanten im Trikot aufs Parkett zu schicken.
Starke Teamleistung kompensiert Ausfälle
Die Berliner zeigten von Beginn an eine beeindruckende Geschlossenheit. Trotz der fehlenden Schlüsselspieler erwischten sie einen hervorragenden Start und lagen durch präzise Wurfleistungen meist in Führung. Im zweiten Viertel baute Alba ihre Führung sogar auf elf Punkte (44:33) aus. Das Spiel entwickelte sich lange zu einem wahren Wurffestival, bei dem beide Teams hohe Trefferquoten vorweisen konnten.
Kurz vor der Halbzeitpause verlor Berlin etwas den Rhythmus, was Bamberg die Chance zum Anschluss gab. Doch gleich nach dem Seitenwechsel setzten sich die Gäste erneut deutlich ab und führten mit 70:56. Im weiteren Verlauf des dritten Viertels schlichen sich jedoch Unkonzentriertheiten und Fehler ins Berliner Spiel ein, wodurch Bamberg zurückkommen und die Partie wieder öffnen konnte.
Entscheidung in den letzten Sekunden
Die spannende Begegnung fand erst in der Schlussphase ihre Entscheidung. Nur 13 Sekunden vor Spielende traf Norris Agbakoko zum 96:92 für Alba Berlin und sicherte damit den wichtigen Auswärtssieg. Besonders hervorzuheben sind die Leistungen von Jonas Mattisseck, der als bester Werfer der Berliner 22 Punkte erzielte, und Justin Bean, der 21 Punkte zum Sieg beisteuerte.
Diese beeindruckende Teamleistung unter schwierigsten Bedingungen unterstreicht die mentale Stärke und das kollektive Zusammenspiel der Alba-Spieler. Trotz der massiven Ausfälle bewiesen die Berliner, dass sie auch mit einem Rumpfteam zu großen Leistungen fähig sind und ihren Anspruch auf die Spitzenplätze der Basketball-Bundesliga weiter untermauern.



