Alba Berlin hat seinen zweiten Neuzugang für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Der deutsche Basketballmeister verpflichtete Julius Böhmer, der aus der zweitklassigen Pro A von der BG Göttingen kommt. Der 24-jährige Spielmacher unterschrieb einen Vertrag über zwei Jahre, wie der Verein am Donnerstag mitteilte.
Rückkehr in die Bundesliga nach Verletzungsmisere
Der gebürtige Würzburger spielte bereits drei Saisons in der Basketball-Bundesliga (BBL) für die Würzburg Baskets, bevor ihn eine Schambeinentzündung und ein Kreuzbandriss über ein Jahr außer Gefecht setzten. In der abgelaufenen Saison sammelte der U20-Nationalspieler bei Göttingen in der Pro A wieder Spielpraxis und kam in 38 Partien auf durchschnittlich 10,1 Punkte pro Spiel.
„Wir mögen die Art, wie er Basketball interpretiert – klug, vielseitig und mit dem richtigen Blick fürs Wesentliche“, sagte Alba-Sportdirektor Himar Ojeda. „Julius macht viele Dinge auf dem Feld richtig. Wir glauben fest an ihn und wollen ihm die Chance geben, sich als BBL-Spieler zu beweisen.“
Zweiter Spielmacher nach Jordan Ford
Erst eine Woche zuvor hatte Alba mit Jordan Ford einen weiteren Aufbauspieler verpflichtet. Mit Böhmer holt sich der Hauptstadtclub nun einen zweiten Spielmacher, der die Mannschaft auf der Position eins verstärken soll. Böhmer, der in der Jugend des FC Bayern München ausgebildet wurde, durchlief auch die Nachwuchsmannschaften des deutschen Basketballs und gehört seit der U16 zum Kader des Deutschen Basketball Bundes.
Die Berliner setzen damit auf Kontinuität und junge, entwicklungsfähige Spieler. Sportdirektor Ojeda betonte, dass Böhmer das Potenzial habe, sich in der höchsten deutschen Spielklasse zu etablieren. Der 1,91 Meter große Point Guard überzeugte in der Pro A nicht nur mit seinen Scoring-Fähigkeiten, sondern auch mit seiner Spielintelligenz und Übersicht.
Alba baut Kader für die neue Saison um
Mit der Verpflichtung von Böhmer treibt Alba Berlin die Kaderplanung für die Saison 2024/25 voran. Der Verein, der in den vergangenen Jahren mehrfach den Meistertitel gewann, steht vor einem Umbruch. Mehrere Leistungsträger haben den Club verlassen, darunter auch Spielmacher Maodo Lo, der zu Bayern München wechselte. Daher war die Position des Point Guards eine der wichtigsten Baustellen im Kader.
Böhmer selbst zeigte sich erfreut über den Wechsel: „Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance bekomme, für Alba Berlin zu spielen. Es ist ein großer Verein mit einer beeindruckenden Geschichte. Ich werde alles dafür geben, um mich zu beweisen und der Mannschaft zu helfen.“
Die Berliner Fans dürfen gespannt sein, ob Böhmer an seine früheren Leistungen in der BBL anknüpfen kann, als er für Würzburg durchschnittlich 8,5 Punkte und 3,2 Assists pro Spiel erzielte. Nach seiner langen Verletzungspause scheint er wieder in Form zu sein und will nun in der Hauptstadt durchstarten.



