Zoff bei Telekom Baskets Bonn: Basketball-Stars liefern sich hitzige Auseinandersetzung auf der Bank
Basketball-Stars schubsen sich auf Bonner Ersatzbank

Hitzige Szenen auf der Bonner Bank: Basketball-Stars liefern sich handgreifliche Auseinandersetzung

Das Verfolger-Duell in der Basketball-Bundesliga zwischen den Telekom Baskets Bonn und Ratiopharm Ulm entwickelte sich nicht nur auf dem Spielfeld zu einem hitzigen Schlagabtausch. Während die Bonner in Ulm mit 84:77 unterlagen und damit den direkten Vergleich verloren, eskalierte die Situation zeitweise sogar auf der eigenen Ersatzbank.

Teaminterner Konflikt eskaliert während des Timeouts

Kurz vor Ende des zweiten Viertels kam es zu unschönen Szenen auf der Bonner Bank. Der verletzte Tylan Birts, der einige Meter neben der eigentlichen Bank positioniert war, hatte offenbar genug gesehen. Während eines Timeouts stürmte er auf Teamkollege Alijah Comithier zu und begann, ihn lautstark zu kritisieren.

Comithier zögerte zunächst, doch dann hatte er offenbar genug gehört. Der Spieler mit dem charakteristischen weißen Stirnband packte Birts an den Armen, drängte und schubste ihn energisch zurück zu den anderen Ersatzspielern. Die übrigen Teamkollegen blickten überrascht zu, griffen jedoch zunächst nicht ein.

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Birts ließ nicht locker und pöbelte weiter, bis andere Spieler eingreifen und ihn festhalten mussten. Erst nach einiger Zeit beruhigte sich die Situation wieder.

Sportdirektor erklärt die Hintergründe

Bonns Sportdirektor Savo Milovic kommentierte die Vorfälle in der Halbzeitpause: „Ty ist der große Papa von allen. Und manchmal sagt er Sachen, die man nicht hören möchte. Er hat ihm gesagt: Man kann nicht über den Court gehen, sondern muss sprinten.“

Genau diese Kritik wollte Comithier aber offenbar nicht hören. Seine Reaktion: Er packte Birts und „parkte“ ihn, wie Milovic es beschrieb, wieder bei den anderen Ersatzspielern.

Spannendes Spiel mit dramatischem Verlauf

Das Spiel selbst bot Basketball auf hohem Niveau mit ständigen Führungswechseln in der ersten Hälfte. Mitte des dritten Viertels gelang es den Ulmern, sich mit 50:44 erstmals etwas abzusetzen. Doch zehn schnelle Punkte von Jeff Garrett und Joel Aminu drehten das Spiel noch vor Ende des dritten Viertels zugunsten der Bonner (61:58).

Fünf Minuten vor Schluss führten die Gäste aus Bonn nach einem Korbleger sogar mit acht Punkten (70:62). Doch dann kam die Wende: Ulm erzielte zwölf Punkte in Folge und ging mit 74:72 in Führung. Zwei Timeouts der Bonner konnten den Trend nicht stoppen.

Am Ende retteten sich die Ulmer mit 82:77 ins Ziel, weil sie von der Freiwurflinie die Nerven behielten, während Bonn in der Endphase zu viele Ballverluste produzierte.

Gemischte Reaktionen nach dem Spiel

Ulm's Topscorer Justin Simon zeigte sich erleichtert: „Es sah nicht immer gut aus, aber wir haben einen Weg gefunden. Nur der Sieg zählt, vor allem mit dem Blick auf die Tabelle.“

Bonns Jeff Garrett, der mit 23 Punkten bester Werfer seines Teams war, äußerte sich deutlich angefressen: „Wir haben ein wenig den Fuß vom Gas genommen. Und trotzdem glaube ich, dass wir das bessere Team sind.“

Die besten Einzelleistungen erbrachten Justin Simon für Ulm mit 16 Punkten und Jeff Garrett für Bonn mit 23 Punkten.

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