EuroLeague: Bayern München verliert erneut - K.o.-Runde in weiter Ferne
Die Basketballer von Bayern München haben in der EuroLeague ihre dritte Niederlage in Serie kassiert und stehen damit vor dem vorzeitigen Aus in der europäischen Königsklasse. Der Tabellenführer der Bundesliga verlor beim litauischen Top-Klub Zalgiris Kaunas mit 71:78 (38:34) und muss nun mit den Konsequenzen leben.
Entscheidendes drittes Viertel besiegelt Niederlage
Am 33. Spieltag war es bereits die 20. Niederlage für die Münchner, die bei noch fünf ausstehenden Partien in der Hauptrunde keine realistische Chance mehr haben, in die begehrte K.o.-Runde einzuziehen. Besonders bitter: In Litauen mussten die Bayern krankheitsbedingt auf Chefcoach Svetislav Pesic verzichten, was sich im Spielverlauf deutlich bemerkbar machte.
Unter der Leitung von Co-Trainer Emir Mutapcic hielten die Bayern zunächst gut mit und erarbeiteten sich sogar eine knappe Pausenführung von 38:34. Doch im entscheidenden dritten Viertel entglitt ihnen die Partie komplett: 29 Punkte ließen die Münchner alleine in diesem Abschnitt zu, den daraus resultierenden Rückstand holten sie trotz aller Bemühungen nicht mehr auf.
Individuelle Leistungen bringen wenig Trost
Bester Werfer der enttäuschten Münchner war Nationalspieler Oscar da Silva mit zwölf Punkten, während bei Kaunas der frühere Bayern-Profi Sylvain Fransisco mit 14 Zählern besonders herausstach. Der zuletzt verletzte deutsche Nationalspieler Maodo Lo, der für Zalgiris Kaunas auflief, kam nur auf fünf Minuten Spielzeit und erzielte dabei einen Punkt.
Die Bayern müssen diese Niederlage schnell verarbeiten, denn bereits am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr/MagentaSport) sind sie erneut international gefordert. Im heimischen SAP Garden trifft der deutsche Meister auf ASVEL Lyon-Villeurbanne, wo es um die sportliche Ehre und mögliche Lernprozesse für die kommende Saison gehen wird.
Die Serie von drei Niederlagen in Folge zeigt deutlich, dass die Bayern in dieser EuroLeague-Saison nicht die erhoffte Konstanz finden konnten. Während sie in der Bundesliga die Tabellenführung innehaben, fehlt auf europäischer Ebene die notwendige Wettkampfhärte und Spielintelligenz in entscheidenden Momenten.
Die verbleibenden fünf Spiele der Hauptrunde haben für die Münchner nun vor allem symbolischen Charakter. Es geht darum, das Gesicht zu wahren und möglicherweise noch einige positive Akzente zu setzen, bevor die Konzentration vollständig auf die Bundesliga und den Titelverteidigungskampf gerichtet werden muss.



