„Eine Schande“: Spanien tobt wegen Schiedsrichter-Leistung
„Eine Schande“: Spanien tobt wegen Schiri

Das Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Atlético Madrid und dem FC Arsenal sorgt im Nachgang für große Aufregung. Grund sind mehrere strittige Entscheidungen des Schiedsrichters Danny Makkelie. Die spanische Sportzeitung Marca titelte nach dem 1:1: „Die Champions League ist eine Schande.“

Kontroversen um drei Elfmeter-Szenen

Beide Mannschaften erzielten ihre Treffer vom Elfmeterpunkt. Zudem gab es einen weiteren Strafstoß für Arsenal, der nach VAR-Überprüfung zurückgenommen wurde. Alle drei Szenen wurden hitzig diskutiert.

Elfmeter für Arsenal: Kontakt oder nicht?

In der 44. Minute zeigte Makkelie sofort auf den Punkt, nachdem Dávid Hancko Viktor Gyökeres im Strafraum berührt hatte. Die Marca kritisierte: „Don Danny, einer jener UEFA-Schiedsrichter, die seit Jahren katastrophal pfeifen – nicht nur wegen des Metropolitano-Debakels –, zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, ohne dass die VAR-Offiziellen es wagten, ihn zu hinterfragen.“ Auch Atlético-Trainer Diego Simeone äußerte sich: „Um in einem Champions-League-Halbfinale einen Elfmeter zu geben, muss es ein klares Foul sein. Der Kontakt im ersten Durchgang erschien mir minimal.“ Direktor Mateu Alemany ergänzte bei Movistar: „Ein Zusammenprall, ein bisschen Körperkontakt… Für mich ist das ein kleines Elfmeterchen, das in Europa nicht gepfiffen wird.“

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Ausgleich für Atlético: Handelfmeter bestätigt

Weniger umstritten war der Elfmeter für Atlético zum Ausgleich. Ben White hatte den Ball im Strafraum mit der Hand gespielt. Der VAR griff ein, woraufhin Makkelie den Strafstoß gab. Die Marca kommentierte: „Aus irgendeinem Grund war sich Makkelie hier nicht ganz sicher – eigentlich hat er den Elfmeter gar nicht gesehen – aber zum Glück rechtfertigten die VAR-Schiedsrichter endlich ihre Gehälter.“

Zurückgenommener Elfmeter: „Praktisch erfunden“

Den Schlusspunkt setzte ein weiterer Elfmeter für Arsenal, als Hancko Eberechi Eze am Fuß traf. Makkelie entschied zunächst auf Strafstoß, nahm die Entscheidung nach Videostudium zurück. Simeone zeigte sich erleichtert: „Der VAR gibt einem manchmal etwas und nimmt einem manchmal etwas weg.“ Die spanische Presse kritisierte die ursprüngliche Entscheidung scharf. Mundo Deportivo schrieb: „Dann ein Elfmeter, den Makkelie – der Niederländer war furchtbar – gegen die Rojiblancos praktisch erfand. Die Wiederholung machte deutlich, dass Hancko Eze, der wie verrückt darauf aus war zu fallen, kaum berührte.“

Kritik aus Deutschland: Gräfe zweifelt an Makkelie

Der ehemalige deutsche Spitzenschiedsrichter Manuel Gräfe äußerte sich auf X: „Ob Makkelie sich von dem Spiel international noch mal erholt und wieder Top-Spiele bekommt, fraglich... Er greift zu schnell und leichtfertig als Ref in so wichtige Spiele ein, obwohl er außerhalb des Strafraums zu Recht großzügig ist. Passt nicht, und dabei hat er doch auch schon so viel Erfahrung – unverständlich heute.“ Makkelie hat insgesamt 60 Champions-League-Spiele geleitet, darunter mehrere Halbfinals.

Andere Wahrnehmung in England

In England wurde die Szene anders bewertet. Zahlreiche Experten forderten, dass der Schiedsrichter bei seiner ursprünglichen Entscheidung hätte bleiben sollen. Trainer Mikel Arteta wütete gegen den VAR, während Verteidiger Piero Hincapie erklärte: „Der Schiedsrichter hat sich geirrt. Aber wir machen weiter, nehmen das positive Ergebnis mit und ich hoffe, dass man uns auch mal respektiert.“

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