NBA-Draft: Steinbach vor Combine in Chicago – „Eine coole Zeit“
NBA-Draft: Steinbach vor Combine in Chicago

Für den Basketballer aus Würzburg geht es am Wochenende nach Chicago. Als Nummer 10 nach Milwaukee, vielleicht als Nummer 13 nach Miami oder als Nummer 15 nach Chicago? „Es ist mir nicht so wichtig, für welches Team ich spiele“, sagt Hannes Steinbach mit Blick auf den diesjährigen Draft der NBA. Der 20-Jährige wird hoch gehandelt und darf deshalb ab dem Wochenende als einer der Auserwählten bei der Combine dabei sein.

Steinbach im Mock Draft unter den Top 15

Im Mock Draft, den Prognosen verschiedenster Experten für die zu erwartende Reihenfolge bei der Verteilung der NBA-Talente auf die 30 Klubs, ist Steinbach ein Top-15-Kandidat. Zu sehr will sich der gebürtige Würzburger damit nicht beschäftigen. „Ich habe versucht, sehr, sehr wenig reinzugucken, weil es Extradruck produziert“, sagte Steinbach kürzlich im KBJ Podcast. Er habe sich vorgenommen, „es möglichst auszublenden“.

Combine in Chicago als Sprungbrett

Wie 72 andere Nachwuchshoffnungen wurde Steinbach, der zuletzt am College für die Washington Huskies spielte, zur Combine in Chicago (10. bis 17. Mai) eingeladen. Dort gilt es, mit Blick auf den Draft Werbung für sich zu betreiben. Die Veranstaltung bietet den jungen Talenten die Möglichkeit, sich vor den Scouts der NBA-Teams zu präsentieren und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

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Weitere deutsche Talente: Anderson und Kayil

In Christian Anderson (Texas Tech) und Jack Kayil (Alba Berlin) stehen zwei weitere Deutsche auf der Liste der eingeladenen Spieler. Dass Kayil, bester Nachwuchsspieler der BBL-Saison, teilnehmen wird, ist allerdings unwahrscheinlich. „Er wird dort nicht hingehen. Er steht bei uns unter Vertrag. Und so wie sich Jack bisher verhalten hat, bin ich mir sicher, dass er den auch nicht brechen wird“, hatte Alba-Sportdirektor Himar Ojeda zuletzt der Bild-Zeitung gesagt. Die Berliner ließen eine SID-Anfrage zu einer möglichen USA-Reise unbeantwortet.

Kayil wird Alba im Sommer definitiv verlassen, auch ungedraftet. „Es geht auf jeden Fall nach Amerika. Die Option in die NBA zu gehen, ist da. Falls das nichts wird, habe ich mich für die University of Gonzaga entschieden“, sagte der 20-Jährige in der Doku-Reihe ATHLETES. Anderson ist laut Mock Draft ein Erstrunden-, Kayil ein später Zweitrunden-Kandidat.

Steinbach: „Eine coole Zeit, sehr aufregend“

Dass völlig unklar ist, wo es am Ende hingehen wird, findet Steinbach „schon heftig. Man weiß natürlich überhaupt nichts.“ Er müsse „immer mal realisieren, wie krass es ist. Vor zwei Jahren hab ich nicht mal richtig BBL gespielt. Jetzt bin ich beim Combine dabei. Es ist eine coole Zeit, sehr aufregend.“ Der Draft findet am 23. und 24. Juni im Barclays Center in Brooklyn statt, in zwei Runden werden insgesamt 60 Spieler ausgewählt. Für Steinbach beginnt nun eine entscheidende Phase, in der er sich gegen die Konkurrenz behaupten und seinen Traum von der NBA verwirklichen möchte.

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