Nach Fehlstart gegen Alba: Ulm muss um Direktticket bangen
Der Vizemeister holt einen großen Rückstand auf, verliert am Ende zu Hause aber doch. Enttäuscht: Tobias Brahe Jensen.
Ulm gerät im Playoff-Rennen unter Druck
Nach einem deutlichen Fehlstart und einer anschließenden Aufholjagd ist ratiopharm Ulm im Rennen um ein direktes Viertelfinalticket für die Playoffs der Basketball Bundesliga (BBL) noch stärker unter Druck geraten. Der Vizemeister unterlag Alba Berlin in der heimischen Arena mit 77:89 (39:48) und droht nun, den wertvollen sechsten Tabellenplatz zu verspielen.
Dicht hinter Ulm, das aktuell 34:28 Punkte aufweist, lauern bereits der Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier und die MHP Riesen Ludwigsburg, die beide mit 32:28 Punkten nur knapp zurückliegen. Die Niederlage gegen Alba Berlin, das seit Montag bereits für das Viertelfinale qualifiziert ist, warf Ulm im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation deutlich zurück.
Katastrophales erstes Viertel und vergebliche Aufholjagd
Gegen die Berliner verpatzte Ulm das erste Viertel komplett und geriet mit einem Stand von 5:23 früh in Rückstand. Zwar schrumpfte die Lücke bis zur Halbzeitpause auf neun Punkte, und die Gastgeber kamen nach dem Seitenwechsel schnell wieder ganz dicht heran (49:50 in der 23. Minute). Später gelang Ulm sogar der Ausgleich zum 74:74 in der 35. Minute, doch Berlin um seinen Topscorer Jack Kayil, der 17 Punkte erzielte, holte sich am Ende den verdienten Sieg.
Für die Ulmer bedeutet diese Niederlage die vierte Pleite in den vergangenen fünf BBL-Spielen – eine Serie, die die Playoff-Ambitionen des Teams ernsthaft gefährdet. Die mangelnde Konstanz in der Schlussphase der Hauptrunde könnte sich als verhängnisvoll erweisen.
Berlin festigt zweiten Platz, Bayern kaum noch einzuholen
Alba Berlin festigte durch den Erfolg in Ulm seinen zweiten Tabellenplatz mit nun 44:16 Punkten. Damit liegen die Berliner klar hinter dem FC Bayern München, der mit 46:10 Punkten die Tabellenspitze dominiert. Der Titelverteidiger aus München dürfte für die Verfolger in der verbleibenden Schlussphase der Hauptrunde kaum noch abzufangen sein.
Für ratiopharm Ulm hingegen wird jedes der verbleibenden Spiele zur Pflichtaufgabe, um den sechsten Platz und das damit verbundene direkte Viertelfinalticket nicht aus der Hand zu geben. Die Konkurrenz aus Trier und Ludwigsburg wartet nur auf eine weitere Schwächephase der Schwaben.



