Struff scheidet in Wimbledon gegen Sinner aus: Märchen vorbei
Wimbledon-Märchen vorbei: Struff verliert gegen Sinner

Jan-Lennard Struff hat seinen beeindruckenden Lauf in Wimbledon beendet. Der 36-jährige Deutsche unterlag im Viertelfinale dem italienischen Weltranglisten-Ersten und Vorjahressieger Jannik Sinner mit 5:7, 6:7 (4:7), 3:6. Nach 2 Stunden und 35 Minuten war das Match beendet. Struff, der als ältester Debütant im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers in die Geschichte einging, konnte seine starke Leistung nicht in einen Sieg ummünzen.

Struff kämpft, aber Sinner bleibt cool

Der Außenseiter aus Warstein begann das Match aggressiv und war zunächst der bessere Spieler. Er brachte Sinner mit seinem druckvollen Spiel immer wieder in Bedrängnis. Im ersten Satz hatte Struff sogar leichte Vorteile, musste sich aber dennoch mit 5:7 geschlagen geben. Auch im zweiten Satz kämpfte er verbissen und erspielte sich einen Satzball. Doch Sinner, der an diesem Tag nicht an seinem absoluten Limit spielte, wehrte diesen ab und gewann den Tiebreak mit 7:4. Im dritten Satz schienen dann die Kräfte des Deutschen nachzulassen, Sinner zog auf 3:6 davon und sicherte sich den Einzug ins Halbfinale.

Struffs Erfolg trotz Niederlage bemerkenswert

Trotz der Niederlage war Struffs Wimbledon-Teilnahme ein großer Erfolg. Er erreichte nicht nur erstmals das Achtelfinale auf Rasen, sondern übertraf dies mit seinem ersten Viertelfinale bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere. „Es war der Lohn für seine Haltung, nie aufzugeben und sich aus sportlichen Tiefs herauszuarbeiten“, kommentierte die dpa. Dem Wimbledon-Lauf war eine schwierige Saison vorausgegangen, in der Struff kaum zwei Matches in Folge gewinnen konnte. French-Open-Sieger Alexander Zverev lobte ihn: „Immer, wenn man denkt, dass er gleich aufhört mit Tennis, kommt immer so ein Turnier, wo der sich für das gesamte nächste Jahr in der Top 100 qualifiziert. Und das liebe ich an Struffi.“

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Sinner trifft im Halbfinale auf Djokovic oder Auger-Aliassime

Für Sinner bleibt der Traum vom zweiten Wimbledon-Titel in Folge lebendig. Im Halbfinale trifft der 24-Jährige entweder auf den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic oder den Kanadier Felix Auger-Aliassime. Anders als bei den French Open, wo Sinner in der zweiten Runde unter der Hitze körperlich einbrach und ausschied, blieb ihm in Wimbledon ein Drama erspart. Bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius hielt er durch und zeigte sich souverän.

Struff steigt in Weltrangliste auf

Durch seine starke Leistung in Wimbledon wird Struff in der Weltrangliste voraussichtlich rund 30 Plätze klettern. Von Platz 74 könnte er sich auf etwa Platz 44 verbessern. Damit unterstreicht er, dass er trotz seines Alters von 36 Jahren noch zur Weltspitze gehört und sich nach einer schwierigen Phase zurückkämpfen kann.

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