Mit 14 als Ferienjob: 24-Jährige kauft Segelschule in Plau am See
24-Jährige kauft Segelschule in Plau am See (10.05.2026)

Mit 24 Jahren wissen viele junge Menschen noch nicht, wohin die berufliche Reise gehen soll. Laura Pukropski hingegen hat sich bereits ihren Traum erfüllt: Sie ist die neue Eigentümerin der Segelschule in Plau am See.

Vom Ferienjob zur Firmeninhaberin

Bereits mit 14 Jahren arbeitete Laura Pukropski in den Sommerferien in der Segelschule und brachte Kindern die Grundlagen des Segelns bei. Nun gehört das Unternehmen ihr. „Moni und Gerd, die langjährigen Betreiber, waren für mich wie Großeltern“, erinnert sie sich. Gründer Gerd Menning und seine Frau Moni führten die Schule jahrzehntelang, bevor sie sich aus Altersgründen zurückzogen. Laura war bereits lange zuvor als Segellehrerin für die Jüngsten tätig.

Die Anfänge im Segelsport

Ihre Leidenschaft für den Segelsport entdeckte Laura mit neun Jahren in einem Optimisten, der kleinsten Segelbootklasse. „Es war Teil einer Schul-AG, zu der meine Mutter mich gedrängt hat. Aber es hat so viel Spaß gemacht, dass ich wusste: Segeln ist mein Sport!“, erzählt sie. Mit 13 stieg sie in den Leistungssport ein und war einige Jahre erfolgreich aktiv. Vor drei Monaten zog sie sich jedoch zurück, da der deutsche Seglerverband die Finanzierung des Teams einstellte. „Eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Japan aus Eigenmitteln war nicht realistisch – ich musste Prioritäten setzen“, erklärt die 24-Jährige.

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Unterstützung durch Familie und Freund

Nun widmet sie sich ihrem Unternehmen. Als gelernte Bankkauffrau bringt sie Erfahrung aus dem Sport und der Segelschule ein. Ihre Familie steht ihr zur Seite: „Mein Papa übernimmt an den Wochenenden Hausmeistertätigkeiten, Mama kocht für uns alle.“ Auch ihr Bruder, ihre Schwester und ihr Freund, ein Unternehmensberater, helfen mit, etwa bei der Renovierung alter Boote. Neben dem Schulbetrieb bietet Laura Eventfahrten für Gruppen auf einem alten Segelkutter an, der einst der DDR-Marine als Ausbildungsschiff diente.

Segeln für alle zugänglich machen

Laura möchte den Segelsport aus seinem versnobten Image befreien und in die Mitte der Gesellschaft holen. „Ich möchte Segeln für jeden zugänglich machen“, betont sie. Langfristig plant sie, die gesamte Segelschule barrierefrei zu gestalten. Regelmäßig lädt sie Schnupperer zu kleinen Kutter-Törns ein, mittwochs und sonnabends. Für Laura ist Segeln ein Stück Freiheit, das sie gerne weitergibt.

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