Mega-Läufer Arda nach 600 km: „Ich habe einfach alles riskiert“
Arda nach 600 km: „Ich habe alles riskiert“

Santa Monica – 600 Kilometer. Über 100 Stunden. Schmerzen, Schlafmangel, völlige Erschöpfung. Und trotzdem sprintete Arda Saatçi (28) die letzten Kilometer wie im Rausch bis zum Ziel am Santa Monica Pier.

Hunderte Fans, Freunde und seine Mama hatten sich für den Zieleinlauf versammelt. Der Extremsportler selbst hatte von dem überwältigenden Andrang keine Ahnung, erzählt er BILD kurz nach seiner Ankunft – noch völlig überwältigt von den Emotionen. „Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich sprachlos zu sein“, so Arda. „Ich wusste gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin zutiefst berührt, unglaublich dankbar. Es ist ein riesiges Privileg, das hier erleben zu dürfen.“

Erste Umarmung für Mama

Mega-Läufer Arda war ursprünglich mit dem Ziel gestartet, 600 Kilometer in 96 Stunden zu laufen. Ihm folgen allein auf YouTube rund 1,5 Millionen Menschen, auf Instagram hat er rund zwei Millionen Follower. Zwei Millionen Menschen verfolgten Arda über Youtube, TikTok und Twitch auf den letzten sechs Kilometern. Sein 96-Stunden-Ziel verpasste er – aufhalten ließ er sich aber nicht. Sein neues Ziel war dann, mit seiner Mutter ein Eis am Pier zu essen.

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Seine allererste Umarmung galt im Ziel dann auch seiner geliebten Mama. Minutenlang lagen sich Mutter und Sohn in den Armen – umgeben von jubelnden Fans am Pier in Kalifornien. Besonders erstaunlich: Trotz der extremen Belastung wirkte Arda nach seiner Ankunft noch fit. Er strahlte über das ganze Gesicht, hatte leuchtende Augen und ließ sich von seinem Team, seinen Freunden und den Fans feiern.

Erst einmal duschen und essen

„Manche Sachen kann man nicht erklären“, erzählt er emotional. „In meinem Kopf war einfach nur: Egal wie – auch wenn die Kniescheibe rausspringt – renn einfach um dein Leben! Versuch, alles reinzuholen.“

Obwohl sein Körper längst am Limit war, holte Arda auf den letzten Kilometern noch einmal alles aus sich heraus. Er setzte alles auf eine Karte und startete seinen unglaublichen Endspurt. „Ich habe einfach alles riskiert und daran geglaubt. Wenn man selbst daran glaubt, dann kommt alles andere.“

Arda völlig unter Adrenalin: „Ich bin im Rausch, ich bin wach. Aber jetzt, wo alles langsam kalt wird, merke ich, dass es anfängt, weh zu tun. Ich bin gespannt, wie es morgen aussehen wird.“

Und was plant er jetzt nach über 600 Kilometern zu Fuß? Arda lacht: „Ich würde erst mal gerne duschen. Ich habe seit dem Anfang nicht geduscht!“ Danach wolle er mit seinem Team einfach essen gehen und den unglaublichen Moment genießen.

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