Rennsteiglauf 2026: Triumph und Enttäuschung für MV-Läufer
Rennsteiglauf 2026: Triumph und Enttäuschung

Der 53. Rennsteiglauf ist Geschichte. Beim legendären Lauf im Thüringer Wald waren auch viele Sportler aus Mecklenburg-Vorpommern am Start. Der Wettkampf über 74 Kilometer von Eisenach nach Schmiedefeld brachte sowohl Triumphe als auch Enttäuschungen mit sich.

Geplatzte Träume und erneuter Triumph

An der Ebertswiese, nach gut 39 Kilometern, zerplatzte der Traum von der neuen Bestzeit und vom Podium endgültig. Schon dort quälte sich Chris-Marvin Scheffler mit Rückenproblemen herum, die dann auch nicht besser wurden. Am Ende kam der 22-Jährige vom SV Turbine Neubrandenburg bei seinem dritten Rennsteiglauf nach 6:04,34 Stunden ins Ziel und belegte damit Platz 13. „Natürlich bin ich ein wenig enttäuscht über die Zeit, aber es war einfach nicht mehr drin“, sagte er: „Ich musste wegen der Probleme viele Gehpausen einlegen, dachte, dass ich sieben, acht Stunden brauchen werde. Von daher ist die Zeit am Ende noch okay.“

Der Rennsteiglauf mit seinen 1800 Höhenmetern erwies sich auch in diesem Jahr wieder als großer Lehrmeister. „Ein Versuch war es wert. Ich bin froh, dass ich es trotz nicht optimaler Vorbereitung gewagt habe“, sagte der Student, der im Vorjahr nach 5:48,22 ins Ziel gekommen war.

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Sieger und Podestplätze

Der Sieg bei Europas größtem Crosslauf ging erneut an Frank Merrbach von der LG Nord Berlin, der die 74 Kilometer in 5:11,22 Stunden rannte. Der 43-Jährige aus Friedrichroda hatte gut 18 Kilometer vor dem Ziel gut dreieinhalb Minuten Rückstand auf den führenden Norman Junker aus Ortenau, drückte dann aufs Tempo. In Schmiedefeld lag Merrbach, der den Rennsteiglauf jetzt fünfmal gewonnen hat, schließlich fast drei Minuten vor Junker (5:14,04). Dritter wurde Jonas Hünersen aus Freiberg (5:34,11).

Almut Dreßler-Ahlburg holte sich den Sieg bei den Frauen. Die Sportlerin von der LG Nord Berlin triumphierte in 6:22,00 und verwies Theresa Döpping (LFV Oberpfalz, 6:33,01) und Christine Fischer-Bedtke (LG Leipzig, 6:38,15) auf die weiteren Podestplätze. Almut Dreßler-Ahlburg hatte 2019 den Marathon am Neubrandenburger Tollensesee gewonnen.

Starke Leistungen aus MV

Ein starkes Rennen lief Thomas Köhler vom HSV Neubrandenburg, der in 6:25,33 eine neue persönliche Bestzeit aufstellte und Platz 25 belegte. Seine Frau Bettina meisterte die 74 Kilometer durch den Thüringer Wald in 8:52,10 Stunden. Kerstin Stösser vom TC Fiko Rostock war in 7:21,07 als Achte schnellste MV-Läuferin.

Seinen 48. Supermarathon in Thüringen in Folge meisterte derweil auch Rolf Gürtler aus Strasburg. Der 75-Jährige erreichte gemeinsam mit seinem Altentreptower Kumpel Henry Wendel nach 11:57,28 das Ziel in Schmiedefeld.

Marathon und Halbmarathon

Den Marathon entschieden Leon Schübel (SGB Stadtsteinach, 2:38,25) und Hannah Schönmuth aus Dresden (3:08,48) für sich. Beim Halbmarathon waren Florian Bochert aus Bielefeld (1:14,15) und Nadine Hübel (Fulda, 1:23,04) die Schnellsten.

Bei der 53. Auflage des Rennsteiglaufes waren mehr als 18.000 Läufer und Wanderer auf allen Strecken dabei. Die Veranstaltung im Thüringer Wald gibt es bereits seit 1973. Der Rennsteiglauf 2027 steigt am 22. Mai.

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