Esther Sedlaczek: Die ARD-Moderatorin im Porträt
Esther Sedlaczek (40) zählt zu den bekanntesten Gesichtern des deutschen Sportfernsehens. Bei großen Fußballturnieren der ARD steht sie für die „Sportschau“ vor der Kamera, führt durch Sendungen und analysiert mit Experten wie Bastian Schweinsteiger. Auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 berichtet sie live aus den Stadien in den USA, Kanada und Mexiko. Mit Sachkenntnis, Ruhe und Verlässlichkeit hat sie sich einen festen Platz erarbeitet. Ein Überblick über ihre Karriere, Herkunft und Privatleben.
Ausbildung: Von Berlin in die Medienwelt
Esther Sedlaczek wurde am 24. November 1985 in Ost-Berlin geboren. Sie ist die älteste Tochter des Schauspielers Sven Martinek, wuchs jedoch bei ihrer Mutter auf. Ihren Vater lernte sie erst mit 16 Jahren kennen; sie hat sechs Halbgeschwister. Nach dem Abitur 2005 an der Anna-Freud-Oberschule ging sie für ein Jahr nach Sri Lanka, um Kindern Englisch zu unterrichten. Zurück in Deutschland absolvierte sie ein Praktikum bei der „Superillu“ und studierte von 2007 bis 2009 Modejournalismus und Medienkommunikation an der AMD Akademie Mode und Design in Berlin. Später folgten ein Praktikum bei RTL, ein Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Fernuniversität Hagen und eine Ausbildung zur Moderatorin am Berliner Z.I.V. Institut.
Karriere bei Sky: Vom Lokalfernsehen in die Champions League
Ihre ersten Moderationsjobs hatte Sedlaczek im Berliner und Brandenburger Lokalfernsehen. Ende 2010 setzte sie sich in einem Casting gegen rund 2700 Bewerber durch und wurde Sportmoderatorin bei Sky. Dort übernahm sie Formate wie die Fußball-Bundesliga, die 2. Bundesliga und den DFB-Pokal. Von 2011 bis 2014 moderierte sie an der Seite von Ulli Potofski die Bundesliga-Spieltagsvorschau „Mein Stadion“. Später kamen Einsätze bei Golfturnieren, Beachvolleyball sowie ab 2014 in der UEFA Champions League und der UEFA Europa League hinzu.
Wechsel zur ARD: Sportschau und große Turniere
Nach zehn Jahren bei Sky wechselte Sedlaczek 2021 zur ARD und übernahm die Bundesliga-Moderation in der „Sportschau“ als Nachfolgerin von Matthias Opdenhövel. Im Januar 2025 verlängerte die ARD ihren Vertrag bis 2029. Sedlaczek nannte die Sendung eine „absolute Institution in der Sport-Berichterstattung“. Bei der WM 2022 und der EM 2024 moderierte sie an der Seite von Bastian Schweinsteiger, bei den Olympischen Spielen in Paris gehörte sie ebenfalls zum ARD-Team.
TV-Shows: Mehr als nur Sport
Sedlaczek moderiert auch Unterhaltungssendungen. Mit Collien Ulmen-Fernandes führte sie durch „Der Goldene Ball – Einer wird Millionär“ und moderierte die Musikshow „Xaviers Wunschkonzert Live“. Seit August 2022 präsentiert sie das „Quizduell“ als Nachfolgerin von Jörg Pilawa. 2023 übernahm sie von Eckart von Hirschhausen die Familienshow „Frag doch mal die Maus“, die heute als „Die große Maus-Show“ läuft.
Privatleben: Familie und Schutz der Privatsphäre
Sedlaczek schützt ihr Privatleben konsequent. Nach einer früheren Beziehung mit Fußballer Kevin Trapp heiratete sie 2019 einen Münchner Geschäftsmann, dessen Identität sie nicht öffentlich macht. Ihre Tochter wurde 2019 geboren, ihr erster Sohn 2021 und ein weiterer Sohn im Juli 2025. Der „Bild-Zeitung“ bestätigte sie die Geburt und sagte: „Wir sind als Familie sehr glücklich und alle wohlauf.“



