DFB-Elf vor WM: Selbstbewusstsein nach neun Siegen in Folge
DFB-Elf vor WM: Selbstbewusstsein nach neun Siegen

Das letzte Testspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor der am kommenden Wochenende beginnenden Weltmeisterschaft bot am Samstag eine Menge Abwechslung. Zumindest aus meteorologischer Sicht. Mal regnete es, mal schien die Sonne, und manchmal gab es beides gleichzeitig. Auch aus fußballerischer Perspektive war die Darbietung in Chicago durchaus abwechslungsreich. Die deutsche Mannschaft hatte gute Phasen, in denen sie das Geschehen gegen die USA scheinbar mühelos unter Kontrolle hatte. Sie zeigte jedoch auch schwächere Abschnitte, in denen sie seltsam unbeteiligt wirkte und bisweilen ungewohnt nachlässig agierte.

Frühe Führung und zwischenzeitlicher Ausgleich

Die Nationalmannschaft demonstrierte, dass sie bei Standardsituationen große Gefahr ausstrahlen kann. Bereits nach knapp 100 Sekunden kam Mittelstürmer Kai Havertz nach einem Freistoß von Kapitän Joshua Kimmich völlig freistehend zum Kopfball und traf zur frühen Führung. Allerdings offenbarte das Team auch defensive Schwächen: Beim zwischenzeitlichen Ausgleich der US-Amerikaner durfte Antonee Robinson aus 20 Metern ungestört schießen und erzielte mit einem wunderbaren Volleyschuss das 1:1. Die deutsche Elf ließ sich davon jedoch nicht beirren, eroberte sich die Spielkontrolle zurück und gewann die WM-Generalprobe durch ein Tor von Leroy Sané mit 2:1.

Neunter Sieg in Serie

Mit diesem Erfolg verlängerte die Nationalmannschaft ihre Siegesserie auf nunmehr neun Erfolge aus den letzten neun Partien. Zwar gehörten die Gegner nicht durchweg zur Weltspitze, doch ein Sieg gegen den WM-Gastgeber unmittelbar vor Turnierbeginn ist keinesfalls zu unterschätzen. Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich zufrieden und sprach von einem perfekten Test. „Wir gehen jetzt mit Selbstbewusstsein ins erste Gruppenspiel“, erklärte Torschütze Havertz mit Blick auf den Auftakt am kommenden Sonntag gegen Curaçao. „Wir brauchen die Euphorie, wir brauchen das Selbstbewusstsein.“

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Selbstvertrauen rechtzeitig zurück

Das Vertrauen in die eigene Stärke, das im vergangenen Herbst noch arg angekratzt schien, ist rechtzeitig vor der Weltmeisterschaft zurückgekehrt. Die Mannschaft glaubt wieder an sich. Eine Garantie für eine erfolgreiche WM ist dies jedoch noch nicht. Historisch betrachtet haben die Deutschen vor den letzten zehn großen Turnieren jeweils die Generalprobe gewonnen. Darauf folgten sowohl der Titel 2014 und mehrere Halbfinal-Einzüge als auch zweimal das bittere Aus bereits nach der Vorrunde. Die Mannschaft ist gewarnt, doch die Stimmung ist optimistisch.

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