Werder Bremen hat am Mittwochabend sein erstes Testspiel im österreichischen Zillertal gegen den japanischen Erstligisten Fagiano Okayama mit 2:0 gewonnen. Bereits vor dem Anpfiff sorgte ein Detail für Aufsehen: Die Bremer tauschten die ursprünglich blau-weißen Tornetze gegen grün-weiße aus. Die Aktion erfolgte mit etwas Verspätung, nachdem die blau-weißen Netze bei den Fans bereits auf Kritik gestoßen waren. Schließlich sind Blau und Weiß die Farben des großen Rivalen HSV.
Hintergrund des Netz-Tauschs
Der Hauptgrund für den Tausch war jedoch nicht die Fan-Kritik, sondern der Wunsch, eine perfekte Heimspiel-Atmosphäre zu schaffen. Im Weserstadion sind die Tornetze traditionell grün-weiß. Zudem trägt der kommende Vorbereitungs-Gegner VfL Bochum (25.7., 13 Uhr) die Farben Blau und Weiß. „Wir wollten von Anfang an ein klares Zeichen setzen und die Identifikation mit dem Verein stärken“, erklärte ein Sprecher des Vereins.
Spielverlauf: Werder dreht nach schwachem Start auf
Im Spiel selbst waren die Japaner zunächst die aktivere Mannschaft und erspielten sich zwei gute Chancen, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Werder, das erstmals im korallroten Ausweichtrikot auflief, wachte dann auf. In der 23. Minute traf Jens Stage per Kopfball die Latte. Nur drei Minuten später erzielte Neuzugang Chuki mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 20 Metern das 1:0 (26. Minute).
Nach der Pause wechselte Trainer Daniel Thioune (52) zehn neue Spieler ein. Wie schon im ersten Test gegen Verden (6:2) litt das Spiel unter den vielen Wechseln und wurde zunehmend zerfahrener. In der 79. Minute fiel die Entscheidung: Nach einem Freistoß von Mbangula köpfte Mats Heitmann aus kurzer Distanz zum 2:0-Endstand ein.
Blick nach vorne
Am Samstag steht der Test gegen den VfL Bochum an, einen Tag später reist Werder zurück nach Bremen. Die Vorbereitung läuft nach Plan, der Sieg gegen Okayama gibt zusätzliches Selbstvertrauen.
Aufstellungen
Erste Hälfte: Hein – Höcker, Pieper, Wojcik, Deman – Stage, Covic, Chuki – Grüll, Quetant, Erevbenagie
Zweite Hälfte: Kolke – Höcker (71. Grüll), Stark, Schmetgens, Hamouda – Heitmann, Soylu – Njinmah, Musah, Kownacki, Mbangula



