Tennis am Rothenbaum: Deutsche Nr. 1 auf vier Pfoten ins Viertelfinale
Tennis am Rothenbaum: Deutsche Nr. 1 mit Hund im Viertelfinale

Tamara Korpatsch (31) hat zum zweiten Mal in ihrer Karriere das Viertelfinale der „MSC Hamburg Ladies Open“ am Rothenbaum erreicht. Die mit 247.674 Euro dotierte Veranstaltung erlebte ein Match mit extremen Leistungsschwankungen. Die deutsche Nummer eins besiegte die 18-jährige DTB-Hoffnung Julia Stusek aus Rheinfelden mit 6:0, 3:6, 6:3.

Perfekter Start und plötzlicher Einbruch

Im ersten Satz dominierte Korpatsch die mit einer Wildcard gestartete Stusek nach Belieben. „Da habe ich mein bestes Tennis gespielt“, sagte die Lokalmatadorin vom Club an der Alster. Doch dann drehte Stusek auf, während Korpatsch zunehmend fehlerhaft agierte. „Ich habe ein paar mehr Fehler gemacht, war ein bisschen wilder“, erklärte Korpatsch. „Nach dem perfekten Satz wäre es schön, wenn man weiter so spielen könnte. Aber es läuft nicht immer so, wie man will.“

Entscheidung im dritten Satz

Der dritte Satz entwickelte sich zu einer Achterbahnfahrt mit sechs Breaks. Mit dem sechsten geklauten Aufschlagspiel verwandelte Korpatsch nach 2:01 Stunden einen Ball auf die Linie zum Sieg. „Jetzt bin ich im Turnier drin“, strahlte sie. „Das ist großartig. Ich habe von Anfang an gesagt, ich will bei meinem Heimspiel bis zum Ende bleiben.“

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Hündin Stella als Glücksbringer

Besondere Unterstützung erhielt Korpatsch von ihrer sieben Monate alten Hündin Stella, einem Maltipoo-Mädchen mit eigener Instagram-Seite. Das Tier saß warm eingepackt in einem rosa-weißen Plüschanzug auf dem Schoß von Korpatschs Mutter Birgit. „Ich habe Stella natürlich warm angezogen. Und obwohl sie mich gesehen hat, war sie ruhig“, freute sich Korpatsch. „Sie ist immer für mich da. Wenn ich gewinne, freut sie sich mit mir. Wenn ich verliere, tröstet sie mich. Ich bin sooo happy, sie dabeizuhaben.“

Kampf gegen Kälte und Krämpfe

Die Bedingungen auf dem Center Court waren schwierig. „Ich hasse Kälte“, sagte Korpatsch ehrlich. „Auf dem Center Court war es kalt, aber trotzdem schwül, und ich habe extrem geschwitzt. Das mag ich überhaupt nicht. Am Ende hatte ich richtig dolle Krämpfe in den Füßen und habe versucht, die Punkte aggressiver zu gestalten.“

Ausblick auf das Viertelfinale

Im Viertelfinale am Freitag trifft Korpatsch auf die an Nummer zwei gesetzte Anhelina Kalinina (29) aus der Ukraine, die auf Platz 57 der Weltrangliste steht.

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