NBA-Star Schröder sichert Löwen Braunschweig den Klassenerhalt
NBA-Star Schröder sichert Löwen Braunschweig den Klassenerhalt

Riesen-Erleichterung bei den Löwen Braunschweig. Der Klub von NBA-Star Dennis Schröder (32, Cleveland Cavaliers) war sportlich eigentlich aus der Easycredit Basketball Bundesliga abgestiegen. Nun ist klar: Sie bleiben weiter erstklassig! Die Gesellschafterversammlung der BBL GmbH hat zugestimmt, den Löwen gegen Zahlung von 800.000 Euro per Wildcard die Lizenz für die kommende Saison zu erteilen.

Mittmann dankt für Vertrauen

„Zunächst bedanken wir uns für das Votum und das Vertrauen, das unserem Basketball-Standort damit entgegengebracht wird“, sagt Löwen-Boss Nils Mittmann (47). „Nun liegt es an uns, das zu rechtfertigen und zu zeigen, dass wir unseren Platz in der Easycredit BBL verdienen.“

Hintertür durch Zweitligisten

Die Hintertür hatte sich für den Tabellensiebzehnten geöffnet, weil sich Zweitligist Kirchheim durch den Einzug ins Finale der Pro zwar das Aufstiegsrecht erspielt hatte, der Klub jedoch keine Lizenz für die erste Liga beantragt hatte. Grund: Die hohen Mindestanforderungen der BBL an Etat und Hallengröße.

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Die Braunschweiger hatten daraufhin die umstrittene Wildcard beantragt. Mittmann begann parallel, bei Hauptgesellschafter Schröder, den Sponsoren und sogar den Fans Geld zu sammeln, um die 800.000 Euro zusätzlich zum geplanten Etat stemmen zu können. Mit Erfolg! In der Mitteilung der Liga heißt es: „Die formellen Bedingungen wurden seitens des Klubs erfüllt.“ Das bedeutet gleichzeitig: Die MLP Academics Heidelberg stehen als Absteiger fest. Das Hauptrunden-Schlusslicht hatte ebenfalls eine Wildcard beantragt – Braunschweig hatte als besser platzierte Mannschaft jedoch das Vorrecht.

Letzter Spieltag entscheidend

Das hatten sich die Löwen am letzten Spieltag durch einen überraschenden Sieg gegen die Niners Chemnitz (104:90) noch erspielt. Mittmann happy: „Wir werden alles investieren und sind hochmotiviert, uns in der kommenden Saison deutlich besser zu präsentieren als zuletzt.“ Die Erfahrung zeigt jedoch, dass das kein Selbstläufer wird. Denn die letzten drei Mannschaften, die sich eine Wildcard kauften, bekamen trotzdem nicht die Kurve und stiegen in der Folgesaison dann endgültig ab: Crailsheim (2015), Gießen (2021) und Frankfurt (2022).

Verwendung der Wildcard-Gelder unklar

Was die Liga mit dem Braunschweiger Geld macht, ist unklar. In der Pressemitteilung heißt es dazu nur: „Die Arbeitsgemeinschaft Basketball Bundesliga – sprich die 18 Klubs – entscheidet über die Mittelverwendung.“

Schröder bedankt sich bei Kirchheim

Auch Schröder meldete sich überglücklich in einem Video zu Wort: „Wir bleiben in der ersten Liga. Das ist erstmal sehr crazy zu hören.“ Dann dankte der Welt- und Europameister den Kirchheim Knights und versprach dem Zweitligisten eine Belohnung: „Ihr habt auf jeden Fall einen Wunsch frei von mir. Sagt Bescheid, was das ist. Ich wollte auch zu den Finalspielen kommen, aber habe es dann leider zeitlich nicht geschafft.“

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