Große Sorgen um DFB-Star Nico Schlotterbeck (26): Der BVB-Verteidiger zog sich im zweiten Gruppenspiel der WM gegen die Elfenbeinküste (2:1) eine schwere Knöchelverletzung zu. Bereits in der 13. Minute knickte er böse um, spielte aber mit Schmerzmitteln bis zur Halbzeit weiter. Dann wurde er durch Antonio Rüdiger (33) ersetzt.
Nagelsmann befürchtet Innenbandverletzung
Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) zeigte sich nach dem Spiel im ZDF-Interview besorgt: „Es sieht nicht gut aus – leider!“ Er vermutet eine Innenbandverletzung: „Er hat irgendwas am Innenband. Er muss morgen ins MRT.“ Die genaue Diagnose soll eine MRT-Untersuchung am Samstag bringen. Sollte das Band am linken Knöchel strukturell betroffen sein, droht Schlotterbeck eine längere Ausfallzeit. Damit wäre nicht nur die weitere WM in Gefahr, sondern auch seine Karriere-Zukunft.
Ausstiegsklausel und Real Madrid
Hintergrund: In seinem neuen BVB-Vertrag bis 2031 ist eine Ausstiegsklausel verankert, die es drei ausgewählten Klubs erlaubt, ihn bis zur Woche nach dem WM-Finale (19. Juli) für eine Ablösesumme von 50 bis 60 Millionen Euro zu verpflichten. Nach BILD-Informationen gehört auch Real Madrid zu diesen Klubs. Zuletzt gab es Gerüchte, dass Real-Trainer José Mourinho (63) einen neuen Linksfuß für die Innenverteidigung sucht und dabei speziell Schlotterbeck im Visier hat.
Nächster Verletzungsausfall?
Noch bitterer: Es wäre sein nächster Verletzungsausfall innerhalb eines Jahres. Im April 2025 riss sich Schlotterbeck den Meniskus und fiel insgesamt 156 Tage aus. Für den DFB wäre sein Fehlen ein Drama: Schlotterbeck ist eine der wichtigsten Säulen in der Abwehr neben Bayern-Star Jonathan Tah (30). Die weiteren Innenverteidiger im Kader sind Rüdiger, BVB-Kollege Waldemar Anton (29) und Newcastle-Profi Malick Thiaw (24). Nachnominieren kann Nagelsmann nicht mehr.
Warum spielte Schlotterbeck weiter?
Nagelsmann erklärte: „Am Ende ist es immer zum großen Teil auch eine Spielentscheidung, ob er noch performen kann. Und er hat es bis zur Pause noch sehr gut gemacht.“ Jetzt hoffen alle Beteiligten, dass die MRT-Untersuchung Entwarnung bringt.



