Neubrandenburg Blizzards krönen sich erstmals zum Meister der Eishockey-Ostseeliga
Seit der Vereinsgründung im Jahr 2009 haben die Neubrandenburg Blizzards unermüdlich auf diesen Moment hingearbeitet. Nach 16 Jahren des Wartens und mehreren Vizemeisterschaften ist es nun endlich soweit: Die Blizzards sind zum ersten Mal in ihrer Geschichte Meister der Eishockey-Ostseeliga. Ein Traum wurde für den gesamten Verein und seine treue Anhängerschaft Wirklichkeit.
Ein dramatisches Finale mit spektakulärer Wende
Der Titelgewinn wurde im zweiten Playoff-Finalspiel gegen die Malchower Wölfe perfekt gemacht. Nach einem souveränen 10:2-Sieg im ersten Finale schien die Meisterschaft bereits sicher, doch die Wölfe starteten mit einer beeindruckenden Leistung ins zweite Duell. Sie führten urplötzlich mit 4:0 im ersten Drittel und hatten damit die schwere Hypothek des Acht-Tore-Rückstands aus dem ersten Spiel bereits zur Hälfte abgearbeitet.
„Irgendwie haben alle einen Köttel in der Hose“, kommentierte Martin Endlich, Spieler und Präsident der Blizzards, die angespannte Situation in der ersten Drittelpause. „Der muss endlich raus, ansonsten wird das heute nichts.“ Auch Trainer Tom Tackmann zeigte sich besorgt über das vorübergehend holprige Zusammenspiel seiner Mannschaft.
Die Aufholjagd der Blizzards
Kurz vor Ende des ersten Drittels gelang Levi Petzolt der wichtige Anschlusstreffer zum 1:4. Dieser Treffer markierte den Startschuss für eine bemerkenswerte Aufholjagd. Im Mitteldrittel traf Petzolt erneut doppelt zum 3:4, und im Schlussdrittel schafften die Blizzards nicht nur den Ausgleich durch Ole Buhr, sondern erzielten weitere Tore durch Finn Brammann, Tony-Fränk Schultze und Lennart Meißner. Am Ende stand ein 7:4-Sieg, der den lang ersehnten Meistertitel besiegelte.
Ein Traum wird Wirklichkeit
„Da geht schon ein Traum in Erfüllung“, strahlte Präsident Martin Endlich nach dem Spiel. „Es freut mich für den gesamten Verein und für alle, die jahrelang so viel investiert haben und nun endlich belohnt werden.“ Die Freude war nicht nur über den Meisterpokal groß, sondern auch über weitere Einzelauszeichnungen, die nach Neubrandenburg gingen.
Individuelle Erfolge und eine vielversprechende Zukunft
Torhüter Georg Degner wurde zum „Besten Torhüter“ der Saison gewählt, während Youngster Lennart Meißner in seiner Premierensaison den Titel des „Topscorers“ erringen konnte. Diese Spieler waren Eckpfeiler einer Mannschaft, die in dieser Spielzeit viele junge Talente integrierte und davon profitierte.
Trainer Tom Tackmann, der aufgrund einer Knieverletzung kurzfristig vom Spieler zum Coach wechselte, zeigte sich begeistert von der Zusammenarbeit mit dem Team. „Es hat riesigen Spaß gemacht, mit dieser Mannschaft zusammenzuarbeiten“, so Tackmann, der sich durchaus vorstellen könnte, auch nach seiner Genesung weiterhin als Trainer zu fungieren.
Eine Nacht zum Feiern
Nach der offiziellen Pokalübergabe wurde bis tief in die Nacht gefeiert. Mit viel Musik, Bier und der traditionellen Rasur der Bärte genossen die Spieler, Vereinsmitglieder und Fans diesen historischen Moment. Die Meisterparty war der perfekte Abschluss einer außergewöhnlichen Saison.
Abschlusstabelle und Auszeichnungen der Eishockey-Ostseeliga
- 1. Platz: Neubrandenburg Blizzards
- 2. Platz: Malchower Wölfe
- 3. Platz: OSC Berlin
- 4. Platz: SCC Berlin
Bester Torhüter: Georg Degner (Blizzards)
Topscorer: Lennart Meißner (Blizzards)
Fairplay-Sieger: SCC Berlin



