EHC Red Bull München im Playoff-Endspurt: Kampf um Platz zwei und CHL-Ticket
EHC München im Playoff-Endspurt: Kampf um Platz zwei

EHC Red Bull München im Playoff-Endspurt: Alles auf Sieg gegen Straubing und Berlin

Der EHC Red Bull München zeigt seit der Wiederaufnahme der DEL nach den Olympischen Winterspielen eine beeindruckende Leistung. In sechs absolvierten Partien gelangen fünf Siege, lediglich gegen den Tabellenführer Kölner Haie gab es eine knappe 0:1-Niederlage. Diese starke Rückrunde könnte jedoch an einem entscheidenden Detail scheitern: dem Kampf um den zweiten Platz nach der Hauptrunde.

Der zweite Platz: Mehr als nur eine Position

Platz zwei in der DEL-Hauptrunde ist für den EHC von doppelter Bedeutung. Einerseits sichert er im anstehenden Titelkampf mindestens bis ins Halbfinale das wertvolle Heimrecht. Andererseits bedeutet er die direkte Qualifikation für die Champions Hockey League in der kommenden Saison – ein prestigeträchtiges und finanziell lukratives Ticket. Der EHC hatte diesen begehrten Rang fest in Reichweite, doch zwei jüngste Spiele brachten einen Rückschlag.

Beim 4:3 nach Verlängerung gegen die Iserlohn Roosters am vergangenen Mittwoch und beim 3:2 nach Verlängerung gegen die Löwen Frankfurt am Sonntag ließ der Eishockeyclub jeweils einen Punkt liegen. Statt der vollen drei Zähler für einen Sieg nach regulärer Spielzeit gab es nur jeweils zwei. Diese hergeschenkten Punkte könnten nun teuer zu stehen kommen.

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Die aktuelle Tabellensituation

Nach 50 Spielen steht der EHC Red Bull München mit 97 Punkten auf Platz vier. Die Konkurrenten um Platz zwei haben die Nase vorn: Die Adler Mannheim liegen mit 100 Punkten auf Rang drei, die Straubing Tigers mit 101 Punkten sogar auf Platz zwei. Bei nur noch zwei ausstehenden Spielen wird der Wert der verschenkten Zähler schmerzhaft deutlich.

„Wir müssen so viele Punkte wie möglich holen – und dann schauen wir, wo wir stehen“, sagte Cheftrainer Oliver David pragmatisch. Das Tabellenschicksal liegt nicht mehr ausschließlich in den eigenen Händen der Münchner.

Der entscheidende Spielplan

Am Freitag (19.30 Uhr) empfängt der EHC im SAP Garden die direkt konkurrierenden Straubing Tigers. Am Sonntag folgt der Hauptrundenabschluss beim Titelverteidiger Eisbären Berlin (14 Uhr). Parallel dazu spielen die Straubing Tigers gegen die Kölner Haie, während die Adler Mannheim am Freitag in Berlin gastieren und dann Schwenningen empfangen.

Sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen sind für den EHC absolute Pflicht. Nur dann besteht überhaupt noch eine Chance auf Platz zwei, wenn die Ergebnisse der Konkurrenten entsprechend ausfallen.

Die Herausforderung der Konkurrenz

Die Aufgabe ist gewaltig: Die Straubing Tigers sind mit neun Siegen in Folge in herausragender Form. Die Adler Mannheim haben zuletzt Köln und Ingolstadt besiegt und zeigen sich ebenfalls in starker Verfassung. Gegen Frankfurt verpatzte der EHC den Start ins Spiel und musste einen 0:2-Rückstand aufholen.

EHC-Assistent Rob Leask legte in der Pause vor dem zweiten Drittel sofort den Finger in die Wunde. „Sie sehen aus wie eine Playoff-Mannschaft und wir sehen aus wie eine, die sich bloß nicht verletzen möchte“, habe sein Co dem Team entgegnet, berichtete David später. Zwar war der Trainer mit der Steigerung danach zufrieden, doch der schläfrige Beginn könnte seinen Preis fordern.

Die Zuversicht im Team

An der Playoff-Zuversicht von Verteidiger Phillip Sinn ändert die angespannte Lage dennoch nichts: „Wir sind eine Mannschaft, die einen Weg findet. Das bringt uns als Team noch enger zusammen. Jeder ist hungrig, jeder glaubt daran, dass wir gewinnen können.“

Spätestens am Sonntagabend wird feststehen, welche Hürden der EHC Red Bull München aus welcher Ausgangslage in den Playoffs zu überwinden hat. Die kommenden Tage entscheiden über Heimrecht, CHL-Teilnahme und die psychologische Ausgangsposition für den Titelkampf.

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