Eisbären Berlin mit starkem Saisonfinale: Selbstvertrauen für die DEL-Playoffs zurück
Bei den Eisbären Berlin ist nach einem beeindruckenden Endspurt in der Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga das Selbstvertrauen für die anstehenden Playoffs deutlich zurückgekehrt. Der Titelverteidiger konnte sich mit fünf Siegen in Serie den direkten Einzug ins Viertelfinale sichern und demonstrierte dabei eindrucksvoll seine Stärke gegen die Spitzenmannschaften der Liga.
Überzeugende Siege gegen Top-Teams
In den letzten drei Hauptrundenspielen besiegten die Berliner den Hauptrundensieger Köln, den Tabellenzweiten Mannheim und den EHC Red Bull München, der schließlich den vierten Platz belegte. „Gegen die Top-Teams hat es brutal viel Spaß gemacht, mit der Mannschaft so zu spielen“, erklärte Angreifer Andreas Eder nach dem überzeugenden 5:1-Erfolg gegen München. Nach einer lange Zeit durchwachsenen Saison, die von großen Personalproblemen und schwankenden Leistungen geprägt war, konnte sich die Mannschaft rechtzeitig zur entscheidenden Phase der Saison in Bestform präsentieren.
Trainer Aubin sieht deutliche Verbesserungen
Cheftrainer Serge Aubin zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung seines Teams: „Das Selbstvertrauen wächst. Wir haben unser Spiel vereinfacht und sind in der Defensive kompakter geworden. Ich glaube, es ist jetzt nicht leicht, gegen uns zu spielen.“ Der Kanadier lobte ausdrücklich den Einsatzwillen seiner Profis in den jüngsten Begegnungen und betonte, dass die Mannschaft genau zum richtigen Zeitpunkt ihr bestes Eishockey zeige.
Aubin mahnte jedoch auch zur Vorsicht: „Zum Glück für uns ist genau das in den letzten fünf Spielen eingetreten. Aber wir müssen so weitermachen. Das ist wirklich nur der Anfang.“ Der Trainer verwies darauf, dass die Spieler bereits die Erfahrung hätten, in dieser Phase der Saison ihr maximales Potenzial abrufen zu müssen.
Viertelfinale gegen vertrauten Gegner
Im Viertelfinale treffen die Eisbären ab dem 24. März auf die Straubing Tigers, einen vertrauten Gegner aus den vergangenen Playoffs. In den beiden vorherigen Jahren hatten die Berliner die Serien gegen Straubing jeweils mit 4:1 gewonnen und sich so den Weg zu ihren Meistertiteln geebnet. „Wir wissen, dass es hart wird. Sie spielen wirklich gutes Eishockey“, sagte Aubin über die Niederbayern, die in der Hauptrunde den dritten Platz belegten.
Der Trainer betonte jedoch: „Für mich spielt es wirklich keine Rolle, wen wir vor uns haben. Wir müssen sicherstellen, dass wir unseren Stil spielen und unser Potenzial maximal nutzen. Wenn wir das tun, werden wir in jedem Spiel eine Chance haben.“
Erholung vor den Playoffs
Zunächst können sich die Spieler vom kräftezehrenden Hauptrunden-Endspurt erholen. Statt der Pre-Playoffs erwarten sie nun drei freie Tage, bevor die entscheidende Phase der Saison beginnt. „Ich bin brutal froh, dass ich nächste Woche nicht Eishockey spielen muss“, räumte Eder ein und verwies auf die anstrengende Schlussphase der Hauptrunde.
Angreifer Eder betonte die Zielstrebigkeit der Mannschaft trotz aller Widrigkeiten in der Saison: „Egal, wie viele Verletzte wir hatten, egal, wie schlecht wir teilweise gespielt haben, egal, wie es gelaufen ist – unser Ziel war immer die Meisterschaft. Jetzt sind wir unter den ersten Sechs, und die Karten werden neu gemischt.“ Mit dem wiedergefundenen Selbstvertrauen und der starken Schlussphase geht der Titelverteidiger nun optimistisch in die Playoffs und will seinen Titel erfolgreich verteidigen.



