Schwere Heimpleite: Eisbären Berlin verlieren 1:3 gegen direkten Konkurrenten Bremerhaven
Die Eisbären Berlin haben im entscheidenden Kampf um den sechsten Platz in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eine bittere Niederlage einstecken müssen. Vor 14.200 Zuschauern in der Uber Arena unterlagen die Hauptstädter dem direkten Konkurrenten Fischtown Pinguins aus Bremerhaven mit 1:3 (1:2, 0:1, 0:0). Diese Niederlage bedeutet einen schweren Rückschlag im Rennen um den direkten Einzug ins Viertelfinale.
Fehleranfälliges Spiel und ineffiziente Offensive
Trainer Serge Aubin konnte mit der Leistung seiner Mannschaft alles andere als zufrieden sein. Die Eisbären zeigten ein fehleranfälliges Spiel im Aufbau und waren in der Offensive nicht effizient genug. „Das war kein Eisbären-Hockey mehr!“, lautete die enttäuschte Bilanz nach dem Spiel. Bremerhaven setzte konsequent auf Konter und wurde dafür belohnt.
Bereits in der zweiten Minute ging Berlin durch ein Tor von Nino Kinder in Führung. In der 13. Minute erhöhte C. J. Smith auf 0:2 für die Gäste. Unplatzierte Schüsse, schwache Anspiele und ein unsicheres Defensivverhalten kennzeichneten die Leistung der Berliner in den ersten beiden Dritteln.
Kurze Hoffnungsschimmer und verpasste Chancen
Ein Lichtblick war der sehenswerte Zauberpass von Marcel Noebels auf Leo Pföderl, der in der 15. Minute das 1:2 erzielte. Doch die anschließende dreiminütige Überzahl blieb ungenutzt – ein Problem, das sich bereits durch die gesamte Saison zieht. „Ist das Trainerteam überfordert? Die Jungs können doch nicht das Eishockeyspielen verlernt haben“, fragten sich viele Fans.
Im Gegensatz dazu nutzten die Pinguins ihre Powerplay-Chance effektiv: Verlic markierte in der 34. Minute das 1:3 und besiegelte damit die Niederlage der Eisbären.
Emotionale Ehrung und enttäuschende Gegenwart
Vor dem Spiel wurde Ex-Eisbär Florian Busch geehrt, der sieben Meisterschaften mit den Berlinern errungen hatte. Sein Trikot wurde feierlich unters Hallendach gezogen. Doch die aktuelle Mannschaft konnte an diese glorreiche Vergangenheit nicht anknüpfen.
Mit noch fünf ausstehenden Spielen ist der direkte Einzug ins Viertelfinale nun so gut wie unmöglich. Die Eisbären werden wohl den mühsamen Weg über die Pre-Play-offs gehen müssen – eine bittere Erkenntnis nach dieser enttäuschenden Leistung gegen den direkten Konkurrenten.



