FBI-Direktor feiert Olympia-Triumph mit US-Eishockeyteam
Der historische Olympiasieg der US-amerikanischen Eishockeymannschaft über Erzrivale Kanada wurde mit einem ungewöhnlichen Gast in der Umkleidekabine gefeiert. FBI-Direktor Kash Patel war am 22. Februar 2026 in Mailand dabei, als die Spieler ihren Goldmedaillenerfolg ausgelassen begingen. Auf viralen Videoaufnahmen ist deutlich zu sehen, wie der oberste Bundespolizist gemeinsam mit den Profisportlern jubelte und aus einer Bierflasche trank.
Ausgelassene Feierlichkeiten nach dramatischem Finale
Die US-Auswahl hatte Kanada in einem packenden Finale mit 2:1 in der Verlängerung besiegt und damit ihren dritten Olympiasieg in der Geschichte errungen. Dieser Triumph fiel genau auf den 46. Jahrestag des legendären "Miracle on Ice" von 1980, als eine amerikanische Amateurauswahl die sowjetische Übermacht bezwungen hatte. Die aktuelle Goldmedaille wurde den Spielern in einer emotionalen Zeremonie überreicht, an der auch Kash Patel aktiv teilnahm.
In den viral verbreiteten Aufnahmen ist folgendes zu erkennen:
- Kash Patel trinkt aus einer Bierflasche und spritzt dabei Getränk um sich
- Der FBI-Chef schlägt mit der Faust auf einen Tisch und zeigt überschwängliche Freude
- Einem Spieler hängt ihm eine Goldmedaille um den Hals
- Gemeinsam mit dem Team singt Patel den patriotischen Song "Courtesy of the Red, White and Blue"
Telefonat mit Trump und anschließende Kritik
In einem weiteren Video, das über den offiziellen Account des Weißen Hauses verbreitet wurde, hält Kash Patel ein Handy hoch, über das US-Präsident Donald Trump den Spielern telefonisch gratuliert. Diese öffentliche Präsenz des FBI-Direktors rief jedoch auch kritische Stimmen auf den Plan.
Xochitl Hinojosa, eine Sprecherin des ehemaligen US-Justizministers Merrick Garland, kritisierte Patel scharf auf der Plattform X. Sie warf ihm vor, sich angesichts mehrerer nationaler Krisenlagen – darunter der Fall eines erschossenen Eindringlings an Trumps Anwesen in Florida – wie ein "Frat Bro" (feierwütiger Verbindungsstudent) aufzuführen statt wie der Leiter einer wichtigen Bundesbehörde.
Patels Rechtfertigung und offizielle Mission
Kash Patel reagierte umgehend auf die Kritik und verteidigte sein Verhalten auf X: "An die sehr besorgten Medien: Ja, ich liebe Amerika und war zutiefst geehrt, als mich meine Freunde, die frisch gebackenen Goldmedaillengewinner des Teams USA, in die Umkleidekabine eingeladen haben, um diesen historischen Moment mit den Jungs zu feiern."
In einem weiteren Beitrag dankte er der US-Auswahl dafür, "das großartigste Land der Welt und das großartigste Spiel, das je erfunden wurde" zu repräsentieren. Seine Reise nach Italien begründete Patel offiziell mit dienstlichen Verpflichtungen. Er gab an, italienische Sicherheitsbehörden sowie US-Kräfte zu treffen, die an der Absicherung der Winterspiele beteiligt waren.
Zur Untermauerung dieser Angaben veröffentlichte der FBI-Direktor Bilder aus einem Lagezentrum in Mailand sowie von einem Termin beim US-Botschafter in Italien. Bereits während des Eishockey-Halbfinales der USA gegen die Slowakei war Patel auf den Zuschauerrängen gesichtet worden, wie ein Foto des Reuters-Fotografen Mike Segar dokumentiert.
Die ausgelassene Kabinenparty markiert einen bemerkenswerten Moment, in dem sich dienstliche Pflichten und private Begeisterung für den Sport überschnitten. Während Kritiker die Professionalität des FBI-Chefs in Frage stellen, sehen Befürworter in seinem Auftreten eine authentische patriotische Geste.



