Eishockey-Hobby-Liga: Güstrower Torros verlieren Finale nach fünf Titeln in Folge
Güstrower Torros verlieren Finale nach fünf Titeln in Folge

Güstrower Torros verlieren Finale nach fünf Meistertiteln in Folge

Nach fünf aufeinanderfolgenden Meistertiteln in der Eishockey-Hobby-Liga (EHL) mussten sich die Güstrower „Torros“ in diesem Jahr im Finale geschlagen geben. Die Mannschaft unterlag dem REV Insel Usedom in der Eishalle Malchow mit 1:2 nach regulärer Spielzeit. Damit wurde die beeindruckende Titelserie der Güstrower nach fünf Jahren beendet.

Finale mit hoher Intensität und Emotionen

Das Finale entwickelte sich zu einem ausgeglichenen und kampfbetonten Duell, bei dem die Schiedsrichter mehrmals Spieler auf die Strafbank schicken mussten. Die Usedomer gingen bereits zur Halbzeit durch ein Tor von Ulad Cislau Aksionau mit 1:0 in Führung und erhöhten nach der Pause auf 2:0. Die Güstrower konnten durch Maik Garling nur noch auf 1:2 verkürzen, ein möglicher Ausgleich kurz vor Schluss blieb ihnen versagt.

„Was soll‘s da zu hadern. Jede Serie endet einmal. Aber in der Kabine gab es nach dem Spiel gleich eine klare Ansage: Wir greifen in der nächsten Saison wieder an und probieren es dann, unseren sechsten Titel zu holen“, kommentierte „Torros“-Urgestein Mike Levermann die Niederlage. Levermann, der nach rund 20 Jahren seine aktive Karriere beendet hat, sah das Spiel als Zuschauer und beschrieb es als „gleichwertiges, ausgeglichenes und kampfbetontes Finale“.

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Liga-Reform mit neuem Finalmodus

Die Eishockey-Hobby-Liga wurde in dieser Saison reformiert und umfasste erstmals zwei Staffeln: EHL 1 und EHL 2. Statt der bisherigen sechs Teams gab es zehn Anmeldungen, was zu einer Aufteilung in je fünf Mannschaften pro Liga führte. Ligainitiator Martin Endlich bezeichnete den Finaltag als „Paradetag und Werbung für den Eishockeysport“.

Im neuen Modus waren alle Ergebnisse der Vorrunde Makulatur, da ein Finaltag angesetzt wurde, an dem alle Teams um die Plätze spielten. In der EHL 1 belegten die Güstrower Torros nach der Vorrunde Platz 1 mit einem Punkt Vorsprung vor dem REV Insel Usedom, was sich im Finale jedoch nicht auszahlte.

Erfolgreicher Neuling und Ausblick auf nächste Saison

Der REV Insel Usedom erwies sich als überraschend starker Neuling, obwohl das Team in der Szene keine Unbekannten sind. Nach etwa zwölf Jahren Abwesenheit von der Landesliga kehrten sie wie Phönix aus der Asche zurück und sicherten sich den Meistertitel. Martin Endlich hatte diesen Erfolg unterm Strich nicht unbedingt erwartet, zeigte sich aber begeistert vom Niveau des Finales.

Für die nächste Saison, die im November starten soll, erwartet Endlich eine Vergrößerung der beiden Ligen. „Die Warsower könnten mit einer zweiten Mannschaft auflaufen und ein Rand-Berliner Team könnte zu uns stoßen“, sagte er nach dem Finaltag. In der EHL 2 setzten sich die Plauer „Pinguine“ als Zweiter durch, während die Warsow „Igelz“ in die EHL 1 aufstiegen.

Die Güstrower Torros haben bereits nach der Niederlage ihre Entschlossenheit bekundet, in der kommenden Saison erneut um den Titel zu kämpfen und die sechste Meisterschaft anzustreben.

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