Der Eishockey-Nationalspieler Dominik Kahun blickt voller Respekt auf die Vorrunden-Gegner bei der am Freitag beginnenden Weltmeisterschaft. „Es ist wahrscheinlich seit vielen Jahren die unangenehmste Gruppe, das ist ganz klar“, sagte der Olympiazweite von 2018 bei ran.de. „Häufig war es so, dass man einige Top-Gegner hatte und immer dieses eine Finalspiel – so wie im vergangenen Jahr gegen Dänemark. In dieser Gruppe hat man aber plötzlich zwei Teams, die du schlagen musst, um da reinzukommen.“
Die DEB-Auswahl habe allerdings in der Vergangenheit „gezeigt, dass wir auch Top-Teams schlagen können“, so Kahun, der beim SC Bern spielt. Das Ziel in der Schweiz sei entsprechend „das Viertelfinale, da muss man nicht drumherum reden. Das ist ganz klar. Ich glaube, wir gehören auch in die Top 8.“
Deutschland in Gruppe A mit starker Konkurrenz
Deutschland trifft in Gruppe A auf Olympiasieger und Titelverteidiger USA, Gastgeber und Vizeweltmeister Schweiz, Ex-Weltmeister Finnland sowie Großbritannien, Lettland, Österreich und Ungarn. Im Free-TV werden die deutschen Spiele bei ProSieben und ProSieben MAXX übertragen, dazu die Viertelfinals, beide Halbfinals und das Endspiel. Auch MagentaSport zeigt die deutschen Partien live sowie ausgewählte K.o.-Spiele, allerdings hinter einer Bezahlschranke. Alle Spiele der WM – davon 43 exklusiv – hat Sporteurope.tv im Portfolio.
Personelle Veränderungen im Vergleich zu Olympia
Anders als bei Olympia im Februar in Mailand (Aus im Viertelfinale) ist diesmal nicht die nominell stärkste Mannschaft auf dem Eis – nicht zuletzt Superstar Leon Draisaitl fehlt nach dem frühen NHL-Aus mit den Edmonton Oilers aufgrund körperlicher Beschwerden. Auch bei den anderen Teams sind nicht alle NHL-Stars dabei.
Unabhängig vom Personal hat der 30 Jahre alte Angreifer Kahun aber ein klares Ziel, das nicht direkt an Ergebnissen zu messen ist: „Wir wollen wieder besser auftreten, als wir zuletzt aufgetreten sind. Und das natürlich auch im Hinblick auf die Heim-WM nächstes Jahr. Wir wollen uns wieder steigern, wieder das finden, was wir in den vergangenen Jahren gespielt haben. Wir wollen wieder unser bestes Eishockey zeigen.“



